Der Gipfel in Sicht

An der Uni Halle sind jetzt 18 Hörsäle für eine automatische Vorlesungsaufzeichnung ausgestattet.

Bis 2016 werden 23 der größten und meist frequentierten Hörsäle der Uni Halle mit einem System zur automatischen Vorlesungsaufzeichnung ausgestattet. Aktuell sind es bereits 18. Versinnbildlicht als Besteigung des echten Matterhorns, haben wir nun die Schlussphase der „Besteigung“ erreicht.

Stand der Hörsaalausstattung mit einem System zur automatischen Vorlesungsaufzeichung an der Uni Halle

Ausgestattet mit Kamera und Recorder ist es möglich, die Vortragenden und das Beamersignal mitzuschneiden. In jedem der fertiggestellten Hörsäle befindet sich dazu eine Kurzanleitung.

Für eine detaillierte Übersicht aller Einstellmöglichkeiten wurde im Stud.IP der Uni Halle eine sog. Dozentenveranstaltung mit dem Titel „Informationen zu automatischen Vorlesungsaufzeichnungen (SS 2015 – SS 2016)“ angelegt.

Dazu haben alle Dozenten der Uni Halle über Ihre Veranstaltungsübersicht im Stud.IP automatisch Zugriff.

Dozentenveranstaltung mit Informationen zur Vorlesungsaufzeichnung im Stud.IP der Uni Halle

 

In der Veranstaltung sind sowohl Termine für die Einfügung ins System vor Ort sowie alle vertraglichen Regelungen und Dokumente für die Aufzeichnungen zwischen Lehrendem und @LLZ abgelegt.

Die nächsten Termine sind:

Mo 28.09. 11 – 12 Uhr Universitätsplatz, Melanchtonianum, HS XX
Mo 28.09. 11 – 12 Uhr Heidecampus, Von-Seckendorff-Platz 1, HS 3.28

Di 29.09. 11 – 12 Uhr Franckesche Stiftungen, Haus 31, HS
Di 29.09. 11 – 12 Uhr Heidecampus, Theodor-Lieser-Straße 9, Jakob-Volhard-HS

Sie planen selbst eine Aufzeichnung? Sie können sich weiterhin jeder Zeit über die Facharbeitsgruppen des @LLZ informieren und beraten lassen.

 

 

„Moderne Lehre gestalten 2015“

Die Tagung „Moderne Lehre gestalten 2015“ des Zentrums für multimediales Lehren und Lernen (@LLZ) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg unterteilt sich in die vierte Jahrestagung des @LLZ  und in das zweite Wissenschaftliche Kolloquium.
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Die Jahrestagung des Zentrums für multimediales Lehren und Lernen (@LLZ) am 1.10.2015 steht ganz im Zeichen von Vorlesungsaufzeichnungen und Videoeinsatz. Videos gehören inzwischen wie selbstverständlich zur multimedialen Lehre dazu, aber die Produktion gilt als aufwändig und der didaktische Einsatz muss gut überlegt sein. Oft wird übersehen, dass eine große Bandbreite an möglichen Szenarien und auch möglichen Videoarten existieren, von Vorlesungsaufzeichnungen als Einstieg über daraus weiter entwickelten kleinen Lerneinheiten oder selbst produzierten Bildschirmaufzeichnungen bis hin zu eigens produzierten Lehrfilmen. Am einfachsten ist sicherlich die Einbindung von frei verfügbaren Lehrmaterialien – wir zeigen Ihnen, wo Sie entsprechende Angebote finden. Unser Ziel besteht darin, Ihnen die gesamte Palette möglicher Produktions- und Anwendungsszenarien vorzustellen. Die Tagung richtet sich vor allem an Lehrende von Hochschulen, aber auch an interessierte Akteure aus Schulen, Behörden oder Firmen im E-Learning-, Multimedia- oder Weiterbildungsbereich.
Nach den Keynotes zu dieser Thematik von Frau Dr. Anne Thillosen (e-teaching.org) und Prof. Dr. Olaf Christen (Uni Halle) werden Lehrende aus fünf Fakultäten Beispiele ihrer Lehrpraxis präsentieren, zudem können Sie sich vor Ort über Vorteile, Produktionsmöglichkeiten und Umsetzungsszenarien informieren oder auch an einem der Praxisworkshops teilnehmen. Im Rahmen der Tagung wird zudem der Rektor unserer Universität den diesjährigen Preis für multimediales Lehren und Lernen, den @ward 2015, verleihen.


Das zweite Wissenschaftliche Kolloquium „Lernen – Verstehen – Wissen“ am 2.10.15 lädt alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein, über ihre Arbeiten zur Grundlagen-­ und Anwendungsforschung für eine moderne akademische Lehre zu berichten, wobei als inhaltlicher Schwerpunkt des Kolloquiums das E-Assessment gewählt wurde. Für die Keynote konnte Prof. Dr. Dietrich Albert (TU Graz) gewonnen werden.

Beide Tagungsteile stehen in einem Zusammenhang, können aber auch einzeln besucht werden.
Informationen zum Programm: http://www.llz.uni-halle.de/veranstaltungen/mlg15/
Gemeinsame Anmeldung: http://www.llz.uni-halle.de/veranstaltungen/mlg15/anmeldung/

Videoplattform OpenLecture der Uni Halle gestartet

OpenLectureMit dem Start der Videoplattform „OpenLecture“ steht der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ein öffentliches Portal zur Wiedergabe von Aufzeichnungen von Vorlesungen, Vorträgen, Tagungen und anderen Veranstaltungen zur Verfügung. Farblich gekennzeichnet nach Fakultäten lassen sich die Audio- und Videopodcasts nach Aufzeichnungsserien (z.B. Vorlesungsreihen), Dozenten oder Veranstaltern, Einrichtungen oder auch per Volltextsuche filtern.
Mit Klick auf die jeweilige Aufzeichnung wird die Aufzeichnung geladen und kann danach im Matterhorn-Player gestartet werden. Der Player ist leider nicht vollkommen intuitiv, nach kurzer Eingewöhnung aber recht komfortabel:

  • Im unteren rechten Bildrand können Sie (sofern die Aufzeichnung Folien und Hauptvideo getrennt aufgenommen hat) die Anzeigegröße von Video und Folien einstellen, eine Zeile darunter befindet sich die Zeitleiste zum Navigieren.
  • Unterhalb der Zeitleiste können Sie einzelne Folien ansteuern.
  • In den Vollbildmodus gelangen Sie oben rechts im Videobild (Mouseover).
  • Den „Experten-Modus“ des Players finden Sie oben links mit Click auf das Matterhorn-Symbol.

Kleinere Kinderkrankheiten werden in der nächsten Zeit noch beseitigt werden. So gibt es derzeit aus noch ungeklärten Gründen in den Beschreibungen Anzeigeprobleme mit den Umlauten und auch die Anzeige auf Mobilgeräten benötigt noch ein Update.

Die Auswahl der Videos ist beschränkt auf jene Aufzeichnungen, die von den Lehrenden oder Veranstaltern im Vorfeld ausdrücklich als „öffentlich“ gekennzeichnet wurden. Da die meisten Vorlesungsaufzeichnungen derzeit als „nicht-öffentlich“ vereinbart werden (und damit den Studierenden z.B. über Stud.IP oder die Lernplattform ILIAS zugänglich sind) ist die Anzahl der Aufzeichnungen auf der Plattform noch relativ gering.

Dies kann sich allerdings rasch ändern, denn gegenwärtig sind 13 von insgesamt 23 Hörsälen mit der automatischen Aufzeichnungstechnik ausgerüstet und das Interesse der Lehrenden wächst ständig.
Zudem bietet die Plattform eine gute Möglichkeit der Aufzeichnung von Tagungen, sofern sie in dafür ausgerüsteten Sälen stattfinden. Aber auch „händisch“ aufgenommene Videos und auch Audio-Podcasts können hier einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.
Wenn Sie selbst Interesse an der Aufzeichnung einer Lehrveranstaltung oder einer Tagung haben, finden Sie in unserem öffentlichen Wiki Hintergründe zur verwendeten Technik, zum Ablauf einer Aufzeichnung, zu rechtlichen Aspekten und den didaktischen Möglichkeiten eines weiterführenden Einsatzes.

Die sinnbildliche Besteigung des Matterhorns

Der achte Hörsaal der Uni Halle wurde für die automatische Vorlesungsaufzeichnung mit dem Opencast Matterhorn System ausgestattet.

Mit Hörsaal HS 3.04 am Von-Seckendorff-Platz 1 sind seit vergangener Woche acht Hörsäle der Uni Halle für die automatische Vorlesungsaufzeichnung mit dem Opencast Matterhorn System ausgestattet.

Damit können ab dem kommenden Wintersemester Lehrveranstaltungen aufgezeichnet und über die Systeme Stud.IP und ILIAS individuell und automatisiert bereitgestellt werden.

Da der Begriff “Matterhorn” in erster MatterhornbesteigungLinie mit einem der höchsten Berge der Alpen assoziiert wird, hat dieses Homonym dazu inspiriert, die Hörsaalausstattung an der Uni Halle als “Besteigung” zu versinnbildlichen. In der Abbildung ist die Reihenfolge der Ausstattung mit der Bezeichnung des Hörsaals grafisch umgesetzt.Übersicht der ausgestatteten Hörsäle an der Uni Halle

Die Karten zeigen zusätzlich die Lage der Hörsäle in der Ausstattungsreihenfolge im Stadtgebiet von Halle.

 

Aktuell werden am LLZ die Verfahrensabläufe für den Aufzeichnungsprozess weiter optimiert, sowie die relevanten Informationen für interessierte Lehrende im Wiki des LLZ zusammengefasst.

In den nächsten Wochen wird dieser Prozess abgeschlossen sein, so dass in den fertiggestellten Hörsälen Aufzeichnungen ohne Mehraufwand für den Lehrenden durchgeführt und Studierenden unmittelbar zur Verfügung gestellt werden können.

Nach der Fertigstellung der Dokumentation auf den Wiki-Seiten startet das LLZ noch vor Beginn des Wintersemesters Einführungsveranstaltungen in den ausgestatteten Hörsälen, wozu Einladungen über die Dekanate der Fakultäten erfolgen. Zusätzlich wird eine detaillierte Anleitung zur Bedienung des Aufzeichnungssystems in den Hörsälen vor Ort zur Verfügung stehen, in der parallel zum Wiki alle Informationen noch einmal zusammengefasst sind.

Planen Sie für das kommende Semester in einem Hörsaal eine Aufzeichnung? Sie können sich gern vorab jeder Zeit über die Facharbeitsgruppen des LLZ informieren und beraten lassen. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Das @LLZ grüßt Sie von der achten Etappe unserer “Matterhornbesteigung”.

Die leidigen Formalitäten einer Vorlesungsaufzeichnung

icon_rechtlichesWenn Sie das @LLZ beauftragen, Ihre Lehrveranstaltung aufzuzeichnen, erhalten Sie im Vorfeld zwei Schriftstücke: einen Vertrag und ein Formular für das Einholen einer Einverständniserklärung anderer Beteiligter.

Mit Unterzeichnung des Vertrages soll insbesondere in Hinblick auf automatisierte Aufzeichnungen mit Matterhorn für das @LLZ sichergestellt werden, dass der Auftrag tatsächlich vom verantwortlichen Dozenten der Lehrveranstaltung stammt. Sie geben damit Ihr Einverständnis in die Aufzeichnung Ihres Vortrags und der verwendeten Materialien. Außerdem wird geklärt, in welcher Form das entstandene Video später zu sehen sein, d. h. über welche Plattform die Lehrveranstaltungsaufzeichnung zugänglich sein wird. Typischerweise werden Aufzeichnungen von Lehrveranstaltungen über Stud.IP oder ILIAS angeboten, sind also nur in einem mit Login und Passwort geschützten Bereich für Studierende der jeweiligen Veranstaltung verfügbar.

Videos von Ringvorlesungen oder Aufzeichnungen in Kooperation mit anderen Hochschulen müssen unter Umständen frei im Internet abrufbar sein, damit auch MLU-fremde Teilnehmer die Videos ansehen können.

Das zweite Schriftstück (Formular für die Einverständniserklärung) kommt zum Einsatz, wenn in Ihrer Veranstaltung nicht nur Sie sondern auch weitere Personen, z. B. Gastredner oder Beiträge von Studierenden, aufgezeichnet werden.

Grundsätzlich gilt gem. § 22 KUG (Kunsturhebergesetz), dass Abbildungen, Videos oder Ähnliches „nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden“ dürfen. Außerdem verlangt das Datenschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt, dass die Einwilligung des Betroffenen in die Erhebung und Verarbeitung seiner personenbezogenen Daten vorliegen muss (in Ermangelung einer gesetzlichen Grundlage für Vorlesungsaufzeichnungen, vgl. § 4 Abs. 1 DSG LSA). Diese Einwilligung muss schriftlich eingeholt werden und der Betroffene muss auf den Zweck der Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung, die Art der Daten und die Form ihrer Verarbeitung hingewiesen werden. Außerdem muss der Betroffene über sein Recht zur Verweigerung der Einwilligung, die Folgen derselben und sein Recht zum jederzeitigen Widerruf aufgeklärt werden (§ 4 Abs. 2 DSG LSA).

Als Auftraggeber der Aufzeichnung sind Sie dafür verantwortlich, vorab die schriftliche Einwilligung aller Beteiligten einzuholen, die außer Ihnen im Video zu sehen sein werden. Zu diesem Zweck stellt ihnen das @LLZ das Formular „Einverständniserklärung für die Anfertigung und Veröffentlichung von Foto- und Videoaufnahmen“ zur Verfügung. Es enthält alle wichtigen Informationen und weist auf das Widerrufsrecht des Betroffenen hin.

Studentische Hilfskraft des @LLZ bei der Vorbereitung einer Vorlesungsaufzeichnung
Studentische Hilfskraft des @LLZ bei der Vorbereitung einer Vorlesungsaufzeichnung

Die oben geschilderten Regelungen gelten nicht nur für den Vortragenden, sondern auch für das Auditorium. Das bedeutet, dass auch Teilnehmer der Veranstaltung grundsätzlich nicht ohne ihre Einwilligung aufgezeichnet werden dürfen. Die Mitarbeiter des @LLZ achten daher darauf, dass unabhängig von der Aufzeichnungsmethode (automatisiert oder manuell) die Kameraeinstellungen und der Bildausschnitt so gewählt werden, dass das Auditorium nicht zu sehen ist.

Sollte sich dies nicht vermeiden lassen, z. B. weil die Veranstaltung gerade auf die Partizipation der Teilnehmer angewiesen ist, sollten Sie im Vorfeld der Veranstaltung darauf hinweisen, dass diese aufgezeichnet wird. Der Hinweis kann z. B. in der Ankündigung der Veranstaltung, im Vorlesungsverzeichnis oder durch einen Aushang an der Hörsaaltür erfolgen. Die Teilnehmer können dann ihr Verhalten entsprechend anpassen oder der Veranstaltung fern bleiben.

Dies gilt selbstverständlich nicht für reguläre Lehrveranstaltungen, die unter Umständen für Studierende obligatorisch sind. Studierende, die nicht aufgezeichnet werden möchten, würden sonst effektiv am Besuch der Lehrveranstaltung gehindert. Die Teilnahme an einer Lehrveranstaltung darf nicht an die Einwilligung in die Aufzeichnung und damit der Erhebung und Verarbeitung personenbezogener Daten geknüpft werden. Ebenso dürfen Studierende nicht auf das Video der Veranstaltung verwiesen werden, da Sie ein Recht zur Teilnahme an der Präsenzveranstaltung haben. Passen Sie entweder das Veranstaltungsformat an oder weisen Sie die Mitarbeiter des @LLZ an, die Kamera in bestimmten Phasen der Veranstaltung auszuschalten.

Einen Überblick zu Vorlesungsaufzeichnungen erhalten Sie unter elearning.uni-halle.de. Bei Fragen oder für ausführliche Informationen zu Lehrveranstaltungsaufzeichnungen nutzen Sie das Wiki des @LLZ oder wenden Sie sich an Ihre Facharbeitsgruppe im @LLZ.