@ward – Bewerbungsfrist bis 10.10.2022 verlängert

Die Bewerbungsphase für den @ward – Preis für multimediales Lehren und Lernen wird in diesem Jahr bis zum 10. Oktober verlängert. Lehrende der MLU haben bis dahin die Möglichkeit, sich mit einem Konzept für eine multimedial gestützte Lehrveranstaltung oder einer bereits durchgeführten und evaluierten Veranstaltung über das folgende Formular zu bewerben.

Alle Informationen rund um die Teilnahmebedingungen und das Auswahlverfahren finden Sie hier.

Basics: Lehre mit digitalen Elementen planen und gestalten

Noch vor Beginn des neuen Semesters startet das LLZ in Kooperation mit den Kolleginnen von DikoLa einen Blended-Learning-Kurs als Basisweiterbildungsangebot in Bezug auf die Digitalisierung in der Lehre.

Der Blended Learning Kurs „Basics: Lehre mit digitalen Elementen planen und gestalten“ gibt eine Einführung in die Planung und Gestaltung von Hochschulveranstaltungen mit digitalen Elementen. Der inhaltliche Fokus liegt hierbei auf Blended-Learning-Szenarien sowie der Anreicherung von Präsenzveranstaltungen. Die Teilnehmenden erhalten theoretische Grundlagen, probieren Anwendungen selbst aus, lernen Beispiele aus der Praxis kennen und reflektieren vor dem Hintergrund des Gelernten auch die eigene Lehre.

Der Kurs umfasst 14 Arbeitseinheiten und kann in vollem Umfang im Wahlbereich des Hochschuldidaktik-Zertifikats „Erfolgreich Lehren“ der MLU anerkannt werden.

Eine Anmeldung ist bis zum 15.09.2022 über das Buchungsportal des LLZ möglich:

@ward – startet in neue Runde

Es ist wieder soweit – Sie können sich als Lehrende der MLU für den @ward – Preis für multimediales Lehren und Lernen 2022 mit einer geplanten oder bereits durchgeführten multimedial gestützten Lehrveranstaltung bewerben.

Der Lehrpreis wird in zwei Preiskategorien jährlich durch das Rektorat der Martin-Luther-Universität verliehen und ist mit der Finanzierung einer wissenschaftlichen Hilfskraft durch das Prorektorat für Studium und Lehre dotiert.

Wenn Sie als Studierende selbst gerade an einer herausragenden Lehrveranstaltung teilnehmen, können Sie diese auch gern für den @ward nominieren und wir informieren dann Ihre Lehrenden darüber und ermutigen diese zur Bewerbung.

LLZ@Lange Nacht der Wissenschaften 2022

Das @LLZ lädt zur Langen Nacht der Wissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg am 01.Juli 2022 in das neu eröffnete Prüfungscenter (UPC), Mansfelder Straße 15 ein und hält ein vielfältiges Mitmachprogramm für alle Interessierten bereit.

Foto: Alfred Kuhn

Seit 10 Jahren unterstützt das @LLZ als zentrale Einrichtung der MLU den Einsatz multimedialer Angebote und berät zu mediendidaktischen Fragestellungen, ist Ansprechpartner bei der Konzeption, Erstellung und Evaluation mediengestützter Lehrprojekte und hilft bei Auswahl und Einsatz geeigneter Autoren- und Präsentationswerkzeuge. Wir freuen uns, Sie an unserem Informationsstand begrüßen zu dürfen.

Des Weiteren freut sich das Team des Verbundprojektes eSALSA, Sie über den Projektfortschritt informieren zu können und offene Fragen zu beantworten. Das Verbundprojekt „eService-Agentur der Hochschulen im Land Sachsen-Anhalt“ (eSALSA.de) erfolgt in Kooperation der Hochschulen in Sachsen-Anhalt und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Das Ziel von eSALSA ist, die Voraussetzungen für eine effiziente digitale Unterstützung der Hochschulbildung im Land an allen Hochschulstandorten zu schaffen, diese weiterzuentwickeln und nachhaltige Strukturen in den Bereichen technische Ausstattung sowie Unterstützung und Qualifizierung von Lehrenden zu etablieren.

Foto: Green Screen (https://www.flickr.com/photos/zapthedingbat/3028956788), Sam Greenhalgh, cc-by-2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/).

Mitmachprogramm „eine virtuelle Reise per Greenscreen”

Erfahren Sie, wie ein Greenscreen funktioniert und versetzen Sie sich damit emotional an einen anderen Ort.

Themenroute Spiel, Spannung, Spaß – Kinderprogramm

Mitmachprogramm „Führung Prüfungscenter“

In diesem Jahr konnte das neue Prüfungscenter der Universität eröffnet werden. Auf 750 m² können an 197 Plätzen digitale Prüfungen abgenommen werden. Werfen Sie einen Blick in den Prüfungsraum und erfahren Sie Hintergründe über Planungs- und Bauphase.

Foto: @LLZ
Foto: Alfred Kuhn

Mitmachprogramm „Emotionen erkennen“    

Traurig, wütend oder glücklich? In unserem ILIAS-Test begeben sich Kinder auf die Reise in die Welt der Gefühle und Emotionen. Woran erkennt man, wenn jemand glücklich ist? Wie klingt ein trauriger Hund und können Pflanzen Schmerzen empfinden? Kinder können hier spielerisch ihr Wissen zum Thema testen und vielleicht auch noch das Ein oder Andere Neue dazu erfahren.

Auf alle Kinder wartet eine kleine Überraschung.

Themenroute: Spiel, Spannung, Spaß – Kinderprogramm

Mitmachprogramm: „Macht der Prüfungsangst“         

Die Bedeutung von Emotionen im Prüfungskontext ist unumstritten. Schätzen Sie die Relevanz Ihrer Emotionen für Ihre Leistung und Ihr Wohlbefinden in Prüfungssituationen ein und finden heraus, wie Sie individuell mit Prüfungsangst umgehen können.

Themenroute: Themenjahr der Stadt 2022 „Die Macht der Emotionen“

Plakat: Alina Bannow, Kathrin Jäger

Besuchen Sie uns, informieren Sie sich über multimediales Lehren und Lernen und erfahren Sie viel Neues! Wir freuen uns auf Sie und Ihre Familie.

Lageplan des UPC

Praxisbeispiele an der Uni Halle – „Wahlkreisarbeit in Zeiten von COVID-19“

Fokus

Forschendes Lernen – Videokonferenzen in der Lehre – Praxisrelevanz

  • Seminar: „Wahlkreisarbeit in Zeiten von Covid-19“, Sommersemester 2020
  • Teilnehmende am Seminar: 21 Studierende der Politikwissenschaft (MA / Lehramt)
  • Leitung des Seminars: PD Dr. Sven T. Siefken

Konzept

Das Master-Forschungsseminar „Wahlkreisarbeit und Covid-19“ mit 21 Studierenden fand im Sommersemester 2020 statt. Es wurde zu Beginn der Pandemie ad hoc in ein Online-Format überführt und nutzte spontan und innovativ die erzwungene Disruption.

Die Forschungsfrage wurde in gemeinsamer Abstimmung mit den Studierenden angepasst und erhielt direkt aktuelle Relevanz. Anstatt wie geplante bestehende Interviewdaten zu untersuchen, wurden Interviews mit 33 Abgeordneten zur Wahlkreisarbeit in der aktuellen Pandemielage per Videokonferenz von den Studierenden durchgeführt.

Die Studierenden bekamen so die Gelegenheit den gesamten Forschungsprozess selbst zu durchlaufen. Die dafür notwendigen Arbeitsschritte (u.a. Erstellung des Interview-Leitfadens, methodische Einführung in MaxQDA) wurden in das Seminarkonzept integriert, durch enge Anleitung mit nötigem Feedback versehen und konnten auch Teil der Leistungserbringung werden. So wurden nicht nur vom Lehrenden, sondern auch von den Studierenden selbst per Opencast Inhaltsbeiträge als Videos im Stud.IP für die Lerngruppe zur Verfügung gestellt. Neben den Methoden wurde auch der Seminarinhalt an die neuen Gegebenheiten angepasst und machte Gebrauch von geänderten technischen Möglichkeiten (wie der Normalisierung von Videokonferenzen): Stud.IP war zentrale Austauschplattform, wobei die Funktionalitäten viel intensiver eingesetzt wurden als früher: kollaboratives Projektmanagement im Wiki (163 Änderungen), vertiefende Diskussion im Forum (136 Beiträge), Terminvergabe über Ankündigungen etc.

Abbildung 1: Screenshot einer Videoaufzeichnung in der Stud.IP-Veranstaltung „Seminar: MA Repräsentanten und Repräsentierte (Sem. Wahlkreisarbeit und Covid-19)“
Abbildung 2: Screenshot des Wikis der Stud.IP-Veranstaltung „Seminar: MA Repräsentanten und Repräsentierte (Sem. Wahlkreisarbeit und Covid-19)“

Das Seminar zeichnet sich durch methodische Kreativität und optimale Nutzung einer disruptiven Situation aus und ermöglichte den Studierenden, sehr praktisch nah am Geschehen Forschung zu erlernen und zu betreiben. Die Seminarergebnisse wurden von Teilnehmenden auf zwei Konferenzen vorgestellt und gingen in eine Publikation ein.

Fazit

„Das Forschungsseminar hat gezeigt, dass und wie die Videokonferenzen auch für die Durchführung von Interviews und ihren Einsatz in der universitären Lehre geeignet sind. Den Studierenden war es möglich, den gesamten Forschungsprozess selbst zu erleben, zu gestalten und zu reflektieren. Dies hat zu besonderen Lerneffekten und einem vertieften Verständnis sozialwissenschaftlichen Forschung aber auch der Repräsentationsprozesse geführt. Insofern war das Seminar in dreierlei Hinsicht erfolgreich: Es war methodisch innovativ, es hat Studierenden die wissenschaftliche Forschung durch „Learning by Doing“ ermöglicht – und neue Erkenntnisse zu einem aktuellen Thema und grundsätzlichen Fragen geschaffen“ (Siefken, 2021).

Weitere Informationen