@ward 2026 verliehen

Frau Jaqueline Simon wurde am Tag der Lehre 2026 an der MLU mit dem @ward – Preis für multimediales Lehren und Lernen für ihre herausragende Umsetzung der Lehrveranstaltung „Zusammenspiel klassischer und digitaler Medien“ ausgezeichnet.

Es handelte sich dabei um ein wahlobligatorisches Vorbereitungsseminar für das zweite Schulpraktikum im Grundschullehramt. Die Veranstaltung zielte darauf ab, Studierende in die reflektierte Planung und Durchführung von  Lernumgebungen einzuführen, die klassische und digitale Medien gezielt kombinierten – mit einem Schwerpunkt auf kombinatorischen Aufgaben im Mathematikunterricht. Die Lehrveranstaltung verband theoretische Grundlagen, welche u. a. mit Hilfe eines interaktiven ILIAS-Kurses vermittelt wurden, mit einer praktischen Erprobung in Kooperation mit einer Grundschule in Halle. Dabei gestalteten die Studierenden eine Lernumgebung für eine dritte Klasse  und reflektierten exemplarisch die „Passung des Medienangebots für die Lernvoraussetzung der Kinder sowie deren erfolgreiche Aufgabenbearbeitung“ im Rahmen einer Fallanalyse.

Prorektor Prof. Dr. Pablo Pirnay-Dummer und @ward-
Preisträgerin Jaqueline Simon vom Institut für Schulpädagogik
und Grundschuldidaktik (Foto: Markus Scholz)

 

Neben dem @ward wurden auch drei weitere Lehrpreise an der MLU am 6.5.2026 verliehen:
Der studentische Lehrpreis 2026 ging an apl. Prof. Dr. Detlef Reichert und prämiert seine interdisziplinäre Lehre in der medizinischen Physik. Den Lehrpreis der MLU in der Ausrichtung „Praxisbezug im Lehren und Lernen“ erhielten Dr. Anna Schaefer und Pascal Schiemann für ihr Lehrformat „StudiLab: Konzertformate – ein Ideenwettbewerb“. In der Kategorie „Diversitätsgerechtes Lehren und Lernen“ wurde Prof. Dr. Rebecca Waldecker gemeinsam mit Kolleg:innen für das „Lehrkonzept für Lineare Algebra und Algebra“ ausgezeichnet.


Wir gratulieren den Preisträger:innen sehr herzlich und bedanken uns für ihr besonderes Engagement für gute Lehre an der MLU!


Einen ausführlicheren Einblick zum Tag der Lehre 2026 an der MLU finden Sie hier:
🔗 https://www.campus-halensis.de/artikel/tagderlehre2026/

Save the Date: Tag der Lehre 2026

Die MLU lädt am 6. Mai 2026 herzlich zum Tag der Lehre 2026 unter dem Titel „Ziele, Fokus, Sicherheit -Drei Säulen moderner Lehre“ ein.Die Veranstaltung findet im Rahmen eines halbtägigen Dies academicus statt und soll somit möglichst vielen Lehrenden, Studierenden sowie Mitarbeitenden die Gelegenheit geben, aktuelle Entwicklungen in Studium und Lehre zu diskutieren und innovative Konzepte für die Zukunft zu entwickeln.

Neben einer Vielzahl spannender Workshopformate für Lehrende und Studierende u. a. zu den Themen Prüfen, Evaluation, KI-Kompetenzen, Lernstrategien, Internationalisierung und Diversity, werden auch die Lehrpreise 2026 verliehen.


📅 Termin: 06.05.206 von 12:00 bis 19:30 Uhr


Anmeldung und Programm unter:
🔗 https://event.esalsa.de/mlu-tag-der-lehre-26/

Praxisbeispiele an der Uni Halle – „Sprechapraxie“ – Innovative Verbindung von digitalem Lernen und Präsenzlernen

Fokus

Blended Learning – Lernvideos – Interaktivität

  • Seminar: Sprechapraxie
  • Teilnehmende am Seminar: 23 Studierende aus dem Bereich „klinische Sprechwissenschaft“
  • Leitung des Seminars: Michaela Kupietz

Konzept

Das Seminar „Sprechapraxie“ wurde am Tag der Lehre im vergangenen Jahr mit dem @ward – Preis für multimediales Lehren und Lernen 2024 der Uni Halle prämiert. In dem nachfolgenden Video geben Frau Kupietz und einige ihrer Studierenden einen spannenden Einblick in ihr Seminarkonzept:

Fazit

Das Lehrkonzept zum Seminar „Sprechapraxie“ ermöglichte den Studierenden ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Flexibilität. Sie konnten nicht nur die fachlichen Inhalte selbstgesteuert und im eigenen Tempo erarbeiten, sondern eigneten sich zugleich wertvolle Kompetenzen im Umgang mit digitalen Lernmedien an. Induktiv wurden so nicht nur Wissen, sondern auch Medienkompetenzen vermittelt.

Die Gestaltung der digitalen Lernphasen war dabei zentral: Durch die Möglichkeit, den Lernprozess individuell zu gestalten, konnten die Studierenden ihren eigenen Lernrhythmus finden. Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Präsenz der Lehrenden in den Lernvideos: Durch die sichtbare und persönliche Einbindung wurde die Distanz im digitalen Raum reduziert. Die Studierenden empfanden die Videos dadurch als lebendig und die Lehrperson als nahbar, was die Lernatmosphäre positiv beeinflusste.

Besonders anregend wirkten die integrierten Gamification-Elemente. Die eigenständige Erstellung von Lehrvideos mit anschließender Prämierung steigerte die Motivation. Zugleich sorgte dieses aktive Format dafür, dass das Wissen nachhaltiger verankert wurde.

Das didaktische Konzept verband digitale Selbstlernphasen eng mit inhaltlicher Vertiefung und Anwendung in Präsenzsitzungen. Durch diese gezielte Verzahnung konnten die digital erworbenen Kenntnisse unmittelbar in Diskussionen, Gruppenarbeiten und weiteren Präsenzformaten angewendet und reflektiert werden. Die Bearbeitung des jeweils nächsten Themenkomplexes im Selbststudium stellte dabei eine sinnvolle Voraussetzung für die aktive Teilnahme in Präsenz dar. Dies förderte ein kontinuierliches, phasenweises Lernen im Verlauf des Semesters und reduzierte die Belastung zu Prüfungszeiten deutlich. Abschließend lässt sich festhalten: Das Lehrkonzept vereinte die zentralen Vorteile digitaler und präsenter Formate und ermöglichte ein vielseitiges, effektives und nachhaltiges Seminarerlebnis. Die Studierenden profitierten gleichermaßen fachlich wie methodisch und erweiterten sowohl ihre inhaltlichen als auch digitalen Kompetenzen. Durch die gelungene Integration verschiedener Lehrmethoden zeigt das Konzept, wie moderne universitäre Lehre effizient und zukunftsorientiert gestaltet werden kann.

Michaela Kupietz (2026)

Weiterbildungen@LLZ im ersten Halbjahr 2026

Screenshot des Weiterbildungsportals des LLZ: https://weiterbildung.llz.uni-halle.de/

In den folgenden Weiterbildungsveranstaltungen im ersten Halbjahr 2026 gibt es aktuell noch freie TeilnehmerInnenplätze:

Eine Teilnahme an dem Großteil der oben genannten Veranstaltungen kann im Rahmen des Hochschuldidaktik-Zertifikats der MLU anerkannt werden. Auf der Beschreibungseite des jeweiligen Kurses finden Sie dazu alle Informationen zum Thema Anerkennung.

Impulse für die Hochschullehre von morgen: Rückblick auf die eSALSA-Jahrestagung 2025

Die Jahrestagung der E-Service-Agentur der Hochschulen in Sachsen-Anhalt (eSALSA) fand am 17. Oktober 2025 im Mitteldeutschen Multimediazentrum in Halle (Saale) statt und brachte zahlreiche Lehrende, Mitarbeitende und Interessierte aus dem gesamten Bundesland – sowie darüber hinaus – zusammen. Unter dem Titel „Innovative Hochschulwelten – Lernen | Adaptivität | KI“ bot Veranstaltung ein vielfältiges Programm rund um aktuelle Entwicklungen und Zukunftsperspektiven der digitalen Hochschullehre. Ein Großteil des Programms wurde live übertragen und aufgezeichnet – die Videos sind über die Veranstaltungs-Website unter folgendem Link abrufbar. 

Nach der Begrüßung durch Rektorin der MLU Prof. Dr. Claudia Becker gab Projektleiter Prof. Dr. Torsten Schubert einen konzentrierten Einblick in die Ergebnisse und Erfahrungen des seit 2021 laufenden Verbundprojekts eSALSA. Mit dem Auslaufen der Drittmittelförderung zum Jahresende wird das Projekt ab 2026 durch das Land Sachsen-Anhalt weitergeführt – ein wichtiger Schritt, der den Hochschulen ermöglicht, etablierte Services und Unterstützungsangebote dauerhaft auszubauen.

Ein zentrales Highlight der Tagung bildete das hochkarätig besetzte Keynote-Programm. Dr. Klaus Wannemacher (HIS – Institut für Hochschulentwicklung) eröffnete mit einer fundierten Einordnung des digitalen Entwicklungsstandes deutscher Hochschulen und den daraus abgeleiteten Zukunftstrends. Daran anschließend beleuchtete Jonas Leschke (Zentrum für Wissenschaftsdidaktik, Ruhr-Universität Bochum) die Bedeutung von Learning Analytics im Zeitalter generativer KI und diskutierte Chancen sowie Herausforderungen für Hochschulen. Den Abschluss setzte Prof. Dr. Pablo Pirnay-Dummer, Prorektor der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, mit einer pointierten Betrachtung dazu, ob der digitale Wandel im Hochschulbereich eher evolutionär oder doch disruptiv verläuft.

Auch im weiteren Verlauf bot die Tagung zahlreiche Impulse aus Forschung und Lehrpraxis. In den Lightning Talks wurden praktische Beispiele und innovative Ansätze aus dem Hochschulalltag vorgestellt. Die daran anschließenden Fachvorträge boten unterschiedliche Perspektiven auf aktuelle Themen: Julia Jochim (Euro-FH) beleuchtete moderne Prüfungsformate im KI-Kontext, Dr. Stölzer (MLU Halle-Wittenberg) präsentierte ein Modell zur Vorhersage der Schwierigkeit von Klausuraufgaben, und Prof. Dr.-Ing. Sebastian von Enzberg (HS Magdeburg-Stendal) stellte aktuelle KI-Initiativen aus Sachsen-Anhalt und Inisghts aus seiner Lehre vor. Ergänzt wurde das Programm durch ein von eSALSA-Mitarbeitenden gestaltetes World Café, das zum Austausch über Zukunftsfragen digitaler Hochschulentwicklung einlud.

Im World Café tauschten sich die Teilnehmenden in wechselnden Kleingruppen zu Zukunftsfragen der digitalen Hochschulentwicklung aus. Auch abseits des Programms boten Kaffeepausen und ein gemeinsames Mittagessen viel Raum für persönlichen Austausch.