Neuerungen ILIAS: Interaktives Video

Das neue Open-Source-Plug-in „Interaktives Video“ ermöglicht kollaboratives Arbeiten mittels Hinzufügen von Fragen und Kommentaren an gewünschter Stelle in einem Video.

Unter dem Video Fenster, das sich in der oberen linken Seite befindet, können Fragen zu einem gewünschten Zeitpunkt bzw. –abschnitt hinzugefügt werden (siehe Screenshot 1) – währenddessen pausiert das Video. Auf der rechten Seite werden in einem weiteren Fenster die Fragen und Kommentare eingeblendet.

Screenshot 1: Fensteranordnung eines Interaktiven Videos

Die drei möglichen einzusetzenden Fragetypen sind:

  • Multiple Choice Fragen,
  • Single Choice Fragen und
  • Reflexionsfragen (hier wird keine Antwort erwartet, lediglich zum Nachdenken angeregt).

Bei den Fragen mit vorgegebenen Antworten, kann optional ein Feedback zur richtigen bzw. falschen Antwort eingestellt werden, sowie eine Sprungmarke zur relevanten Stelle des Videos.

Des Weiteren steht den Lehrenden eine Auswertung ihrer gestellten Fragen zur Verfügung (siehe Screenshot 2). Dabei kann der Fokus entweder auf den Benutzer oder den Fragetyp gerichtet sein. Ebenso ist eine Ausgabe der Ergebnisse via CSV-Datei möglich.

Screenshot 2: Statistische Zusammenfassung der Fragergebnisse

Eine ausführliche Anleitung zur Erstellung des Interaktiven Videos finden Sie hier.

Moderne Lehre gestalten – Rückblick zur Tagung, wie geht es weiter…

Im Frühjahr trafen sich Lehrende, Interessierte und Forschende zur @LLZ Jahrestagung „Moderne Lehre gestalten – Anwenden – Motivieren – Vernetzen“.

Nach einem Jahresrückblick durch den Geschäftsführer des @LLZ, Herrn Dr. Michael Gerth, und dem Überblick zum Stand und den Perspektiven des Forschungsbereiches, durch den Geschäftsführenden Direktor des Zentrums, Prof. Dr. Torsten Schubert, gab Prof. Dr. Christoph Igel in seiner Keynote einen Einstieg mit dem Thema „Smart Universities: intelligent, adaptiv, multimodal Studium und Lehre vor der zweiten Digitalisierungswelle“.

Im Anschluss fokussierte die fünfte Jahrestagung des @LLZ auf Schwerpunkte der zweiten Förderperiode. In drei Workshops wurden die Inhalte und Möglichkeiten zu

  •  Adaptiven Lernumgebungen
  •  Mobilem Lehren und Lernen und
  •  Active Learning Environments

detaillierter vorgestellt und in kleineren Arbeitsgruppen diskutiert. Gemeinsam konnten hierzu erste Umsetzungsideen entwickelt werden.

 

Im Workshop zum Thema Adaptive Lernumgebungen wurden zunächst gemeinsam mit den TeilnehmerInnen Ideen gesammelt, was diese selbst mit dem adaptiven Lernen verbinden.

Aus Studierendensicht wurden dabei vor allem die Chancen hervorgehoben, die adaptives Lernen bieten kann, um die Aktivierung und Motivation im Lernprozess zu unterstützen.

 

 

Dazu gehören u. a. die Beachtung individueller Lernvoraussetzungen und Lerngeschwindigkeiten sowie heterogenitätssensible Lerninhalte.

Im Kontext, was genau unter adaptivem Lernen zu verstehen ist, haben sich weitere grundlegende Fragestellungen ergeben:

  •  Was genau ist adaptiv? und
  •  Kann nicht jedes Lernen aus Sicht des Lernenden als adaptiv betrachtet werden?

Adaptives Lernen bedeutet, dass Lernenden, je nach ihrem individuellen Kenntnisstand und in Abhängigkeit ihres Lernerfolges, Lerninhalte empfohlen oder angeboten werden. Das setzt eine Analyse der Lerninhalte und Aktivitäten der Lernenden voraus.

Im zweiten Teil dieses Workshops wurden gemeinsam Rahmenbedingungen sowie mögliche Einsatzszenarien des adaptiven Lernens an unserer Universität diskutiert. Diese umfassen einerseits technische und rechtliche Aspekte sowie konkrete praktische Umsetzungen auf der Lernplattform ILIAS an der Uni Halle, auf der anderen Seite aber auch Ressourcen sowie die Inhaltsebene. Die stärkere Fokussierung auf mögliche didaktische Konzepte zur Einbettung des adaptiven Lernens in Lehr-/Lernkontexten soll bedarfsorientiert mit den Lehrenden fortgeführt werden. Mögliche erste Einsatzszenarien aus dem Sprachbereich sowie der Informatik wurden angeführt. Es ist ein Ziel des @LLZ, die Voraussetzungen für adaptives Lernen in Online-Lernumgebungen der Uni Halle zu schaffen und ein entsprechendes System umzusetzen.

Mobiles Lehren und Lernen ist ein weiterer Schwerpunkt in der zweiten Förderphase. Zentrale Ziele sind:

  • ein mobiler Zugriff auf Lerneinheiten,
  • Verwendung von Lerninhalten an realen Objekten,
  • mobile Durchführung von Selbsttests und Prüfungen,
  • kooperative Datenaufnahme durch Studierende,
  • Integration neuer Technologien wie Augmented Reality und
  • der Ausbau praktischer Anwendungsfälle für Feedbacksysteme.

Mobile Learning Comic von Rike Braitmayer lizenziert unter cc-by-3.0-de

Im Workshop wurden die derzeitigen Ansätze des mobilen Lernens an unserer Universität vorgestellt. Tom Renner vom Institut für Geowissenschaften und Geographie berichtete von den Erfahrungen beim Einsatz von Tablets auf Exkursionen und stellte Methoden aus der hierfür entwickelten Outdoor Education Datenbank vor.

Vor dem Hintergrund unserer Projektziele wurden Anwendungsfälle des mobilen Lernens diskutiert und gemeinsam fachspezifische Anwendungsszenarien entwickelt. Zum Beispiel die Visualisierung prozessualer Veränderungen mithilfe von Augmented Reality, die Nutzung von Echtzeitdaten unter motivationalen Aspekten oder der Einsatz mobiler Technologien zur Navigation innerhalb von Bibliotheken.

Eine Kurzumfrage zur persönlichen Relevanz mobilen Lehren und Lernens ergab, dass 45% der Teilnehmer die Verwendung von Lerninhalten an realen Objekten als bedeutendstes Ziel erachten. Für ihre eigene Lehre betrachten 55% der Teilnehmer den mobilen Zugriff auf Lerneinheiten als besonders relevant.

Die Arbeitsgruppe Mobile Learning des @LLZ strebt in den kommenden vier Jahren Voraussetzungen für mögliche Umsetzungen dieser Ziele an und entsprechende Lehr-/Lernszenarien gemeinsam mit Lehrenden umzusetzen.

Neues Lehren und Lernen erfordert auch neue Räume. Aktive Lernumgebungen (Active Learning Environments) begünstigen das gemeinsame Lernen in Gruppen. Sie vereinen Möbel und Medientechnik, um Studierende bei der Zusammenarbeit und dem Ideenaustausch effektiver zu unterstützen.

Die technische Ausstattung ermöglicht multimediale Kollaboration – sowohl mit bereitgestellten als auch mit eigenen Geräten. Die Möbel können flexibel arrangiert werden: für umfangreiche Teamarbeit oder für intensives Studieren in kleinen Gruppen. Dies kann sowohl im Rahmen von Lehrveranstaltungen stattfinden oder unabhängig davon in selbstorganisierten Lerngruppen.

Der Workshop richtete sich mit folgenden drei Leitfragen an die Lehrenden:

  •  Wofür ist ein Einsatz von Active Learning Environments in verschiedenen Fachbereichen denkbar und  sinnvoll?
  •  Könnte eine Active Learning Environment gewinnbringend in die Lehre integriert werden?
  •  Was muss von der technischen Infrastruktur geleistet werden?

Intentionen waren zudem potentielle Projektpartner und mögliche Projekte zu finden.

Im Workshop stand zunächst die Fragestellung im Fokus, in welcher Art flexibel nutzbare Räume, die verschiedenen Methoden und Lehr-/Lernszenarien fördern. Das modular aufgebaute Mobiliar stand dabei stärker im Fokus, als eine umfangreiche technische Ausstattung, welche zusätzlich als gewinnbringend betrachtet wurde. Die Lehrenden favorisierten zudem, mindestens einen Gruppenarbeitsraum pro Fakultät mit entsprechenden Möbeln auszustatten und an für die Studierenden gut erreichbaren Standorten anzusiedeln. Herausgestellt wurde, dass nicht nur eine moderne technische Infrastruktur zur Vernetzung der Studierenden beiträgt, sondern dass auch ein Kernaspekt ist, in diese technische Struktur sinnvoll und komplikationslos eigene Endgeräte zu integrieren.

Die Arbeitsgruppe Active Learning Environment des @LLZ wird zukünftig mit interessierten Fakultäten die Planung und die konkrete Umsetzung der Acitve Learning Environments begleiten.

Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung und Unterstützung bei der Planung und Umsetzung dieser drei großen Arbeitspakete durch Lehrende und Interessierte unserer Universität. Gern können Sie über die Vertreter der Facharbeitsgruppen Ihre Ideen und Vorhaben in die Projekte einfließen lassen und/oder selbst aktiv in einer Arbeitsgruppe mitarbeiten.

 

LLZ@Lange Nacht der Wissenschaften 2017

Das @LLZ lädt zur 16. Langen Nacht der Wissenschaften der Uni Halle am 23. Juni 2017 ins Melanchthonianum ein und hält ein vielfältiges Mitmachprogramm für alle Interessierten bereit.

Digitale Lehre und Mee(h)r

18.00 bis 23:00 Uhr | Mitmachprogramm

 

Lehren & Lernen multimedial – digital vernetzte Medien sind mehr als  die Nutzung von Computern.

Im Kontext Lehre erleben Sie live den Einsatz von Multitouch, Visualizer und vielem mehr. Entdecken Sie, wie  digitale Lehre die Universität gestaltet.

 

 

Prüfen im Pool

18.00 bis 23:00 Uhr | Mitmachprogramm

 

E-Assessment ist ein fester Bestandteil moderner Prüfungsverfahren. Der Computerpool wird dabei zum Prüfungsraum. Sie wollen wissen, wie die Prüfungsplattform unserer Universität funktioniert? Testen Sie mit uns  online Ihr Wissen!

 

 

Vorlesungen im Netz

18.00 bis 23:00 Uhr

An der Uni Halle können seit drei Jahren Vorlesungen automatisch  aufgezeichnet und live übertragen werden. Die Digitalisierung ermöglicht  damit eine spontane Art der Informations- und Wissensaufnahme. Erleben  Sie Bildungsinhalte unserer Universität.

Konstruieren, experimentieren, programmieren

18.00 bis 23:00 Uhr | Mitmachprogramm

 

Mit dem Tablett erwecken Schüler ihre Legosteine zum Leben. Einfache Roboter begleiten die ersten Schritte mit einer visuellen Programmiersprache. Lehrer können ein digitales Lehrmittel für den Sachunterricht ausprobieren.

 

Zusatzstoffe für große und kleine Meeresforscher

Kulinarisches Angebot
18:00-23:00 Uhr | Universitätsplatz 9

 

E-Learning enthält Zusatzstoffe für moderne Lehre. Mit meeresblauer Zuckerwatte unterstützen wir ein multimediales Mitmachprojekt.

 

 

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch im 1. Obergeschoss des Melanchthonianums.

Veranstaltungstipp: Tag der Lehre an der Hochschule Merseburg

Am 15. Juni 2017 findet an der Hochschule Merseburg der bereits 5. Tag der Lehre statt. Auch Lehrende der Martin-Luther-Universität sind wieder recht herzlich eingeladen, ab 13:00 Uhr im Foyer des Hauptgebäudes innovative Konzepte und Erfahrungen auszutauschen. Vor dem Hintergrund des 25-jährigen Hochschulbestehens, wird sich dieses Jahr alles rund um das Thema Lehren und Lernen an der Hochschule Merseburg – bewahren, entwickeln, neu denken drehen. Wie muss sich die Lehre an der Hochschule in den nächsten 25 Jahren entwickeln, um Studierende weiterhin zu begeistern? Welche Herausforderungen gilt es zu bewältigen? Freuen Sie sich auf Lösungsansätze für diese und weitere spannende Fragen.

Höhepunkte

  • Impuls-Vortrag zum Thema Innovative Lehrmethoden in der Ingenieurausbildung – Mehrwert für Lehre und Dozent von Prof. Dr. Martin Pieper (Fachhochschule Aachen)
  • Workshop: Selbststudium gestalten und nutzen von Simon Geister (Hochschule Merseburg)
  • Workshop: E-Learning an der Hochschule Merseburg von Christine Handschuh (Hochschule Merseburg)
  • Kurzimpulse aus der Lehre von vier Vertretern der Hochschule Merseburg zum Thema des Tags der Lehre
  • Podiumsdiskussion Wie wird die Lehre an der Hochschule in weiteren 25 Jahren aussehen? mit einem Impuls-Vortrag zum Thema Herausforderungen an Bildung im Zuge der digitalen Revolution von Lena Weber (Hochschule Merseburg)

Das vollständige Programm finden Sie hier. Bitte nutzen Sie das Anmeldeformular auf der Homepage der Hochschule Merseburg, um sich einen Platz in den Workshops und Vorträgen zu sichern.

Das Team des Verbundprojektes HET LSA an der Hochschule Merseburg freut sich auf Ihre Teilnahme!

Neuerungen ILIAS: Lernkarten-Training

Ein neuer Objekttyp, der im Zuge des ILIAS-Updates als Plugin in die Lernplattform der MLU implementiert wurde, ist das sogenannte Lernkarten-Training.

Das zugrundeliegende didaktische Konzept basiert auf dem Lernkartei-Prinzip von Sebastian Leitner. Anwendungsgebiete sind z.B. Vokabeltraining oder das Einüben grundlegender Definitionen und Formeln.  Nach diesem Prinzip werden die zu lernenden Begriffe auf die Vorderseite der Karten und die dazu gehörigen Definitionen auf der Rückseite abgebildet. Je nachdem, ob der Lernende die Definition bzw. die Begriffe kennt, wird die Karte ein Fach weiter im Karteikasten geschoben.

Online wird dieses Prinzips des Lernens mit Karteikarten mit fünf virtuellen Fächern in ILIAS umgesetzt (siehe Screenshot 1).

Screenshot 1: Überblick der Fächer im virtuellen Karteikasten im ILIAS

Dabei wandert eine erinnerte Karte ein Fach weiter und eine als schwierig eingeschätzte Karte bleibt im gleichen Fach. Eine nicht erinnerte Karte bleibt im Startfach oder wird wieder dort abgelegt.

Sreenshot 2: Beispiel Lernendenansicht

Je nach Einstellung wird dem Lernenden dann zunächst nur der Begriff angezeigt und die Definition zunächst verborgen (siehe Screenshot 2) und umgekehrt.

Außerdem kann auch die erste Definition als Frage angezeigt werden und die weiteren Definitionen sind als Antworten verborgen.

 

 

Die Studierenden sollten eine Empfehlung erhalten, wie oft sie das Lernkarten-Training durchführen. Eine Variante wäre z.B. das tägliche Trainieren der Karten im Startfach sowie das der Karten im Fach 2 aller 2 Tage, die im 3. Fach alle 4 Tage usw.

Voraussetzung für das Erstellen eines Lernkarten-Trainings ist ein bereits im ILIAS angelegtes Glossar, welches Sie dazu auswählen können.

Die Lerninhalte der Karteikarten, d.h. die Glossareinträge, können mit dem Text-Media-Editor in ILIAS gestaltet werden. Dadurch ist die Integration von multimedialen Inhalten einfach möglich.

Eine ausführliche Anleitung zur Erstellung des Lernkarten-Trainings in ILIAS finden Sie hier.

Einen Überblick über weitere wichtige Neuerungen nach dem Systemupdate auf die Version ILIAS 5.1 finden Sie im LLZ-Wiki.

ILIAS Update am 23. Mai

Am 23. Mai 2017 wird die Lernplattform ILIAS sowie die Prüfungsplattform aktualisiert.
An diesem Tag können auf der Lernplattform Inhalte nur abgerufen aber weder verändert noch neu hinzugefügt werden. Die Prüfungsplattform wird nicht erreichbar sein.

Das Update wird in dieser Woche durchgeführt, um die Phase der E-Klausuren durch die Aktualisierungen nicht zu unterbrechen.
Die im System bisher vorhandenen Daten sowie die Logins werden automatisch in das neue System übernommen.

Neben einem neuen Look bietet die neue ILIAS-Version einige weitere Verbesserungen. In unserem LLZ-Wiki haben wir für Sie dazu die wichtigsten Informationen zusammengefasst.
Bitte wenden Sie sich bei Fragen oder Problemen an support@elearning.uni-halle.de!


Our learning management system ILIAS and the electronic testing platform will be updated on May 23rd 2017.
Existing content on the LMS can be read but not edited throughout the whole day. The exam server will not be available all day.
The update will take place during this week to ensure smooth running in the examination periode.
All content and all logins will automatically be transferred to the new system.

Apart from a new look, the new Version of ILIAS will include further improvements. The most important Information can be found in our LLZ-Wiki.
Please contact support@elearning.uni-halle.de for all questions regarding the update!

 

Die Schranken des Urheberrechts für Bildung und Wissenschaft – Podiumsdiskussion zum Regierungsentwurf des UrhWissG

Am 11. Mai 2017 fand an der Martin-Luther-Universität bereits zum vierten Mal die Podiumsdiskussion zu aktuellen Entwicklungen des Urheberrechts statt. Die von Prof. Dr. Malte Stieper und dem Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt organisierte Veranstaltung konzentrierte sich in diesem Jahr auf den von der Regierung vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur Angleichung des Urheberrechts an die aktuellen Erfordernisse der Wissensgesellschaft (UrhWissG), welcher die urheberrechtlichen Schranken für Bildung und Wissenschaft novellieren soll. Besondere Aktualität erlangte die Diskussion vor dem Hintergrund, dass der darauffolgenden Tag der Bundesrat seine Stellungnahme zum UrhWissG abgab.

Es diskutierten Prof. Dr. Malte Stieper (Inhaber der Gundling-Professur für Bürgerliches Recht, Recht des geistigen Eigentums und Wettbewerbsrecht, MLU Halle-Wittenberg), Prof. Dr. Katharina de la Durantaye (Humboldt-Universität zu Berlin), Prof. Dr. Haimo Schack  (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) und Prof. Dr. Eric W. Steinhauer  (Fernuniversität Hagen). Julia Reda (Mitglied des Europäischen Parlaments, Mitglied im Rechtsausschuss, Stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz, Piratenpartei), die die europäische Perspektive in die Diskussion einbrachte, war per Videokonferenz in die Aula im Löwengebäude aus Brüssel zugeschaltet. Frank-Michael Fruhner vom Landesministerium für Justiz und Gleichstellung führte durch die Diskussion.

Prof. Stieper skizzierte in seinem Impulsvortrag die aktuelle Situation hinsichtlich des Bemühens um eine Neuordnung der Schranken des Urheberrechts für Bildung und Wissenschaft. Dabei betonte er, dass es nicht mehr in Frage stünde, ob eine solche Regelung erfolgen müsse, sondern nur noch, wie diese konkret im Gesetz umgesetzt werden können. Im Gespräch war die Umsetzung in Form einer Generalklausel in Anlehnung an die Fair Use-Doktrin des US-amerikanischen Rechts mit einer Ergänzung um Regelbeispiele (so Prof. de la Durantaye in ihrem Gutachten „Allgemeine Bildungs- und Wissenschaftsschranke“). Alternativ wurde diskutiert, konkrete Regelungen einzelner Tatbestände vorzunehmen, die aber um eine technologie- und zukunftsoffene Auffangklausel für mehr Flexibilität ergänzt werden sollten (so z. B. Prof. Schack, Urheberrechtliche Schranken für Bildung und Wissenschaft, ZUM 2016, 216ff.).

Auf EU-Ebene sieht der Entwurf für eine Richtlinie über das Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt nur eine schmal gehaltene Ausnahme für grenzüberschreitenden, digitalen Unterricht vor und spart die Forschung komplett aus. Der Entwurf des UrhWissG geht demgegenüber weiter, enthält jedoch auch inkonsistente Regelungen. Weiterlesen

4. Vergabe der Zertifikate „Multimediale Lehre“

Im Rahmen der vierten Abschlussveranstaltung des Zertifikatprogramms „Multimediale Lehre“ haben in der vergangenen Woche zwei Lehrende, jeweils aus dem naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Bereich, zwei spannende Konzepte für multimedial gestützte Lehrveranstaltungen vorgestellt:

  • Frau Dr. Claudia Ehrhardt stellte am 5. April 2017 ein Lehrveranstaltungskonzept zum Einsatz digitaler Medien im Chemieunterricht vor, welches im aktuellen Semester direkt als Pilotprojekt umgesetzt wird.
  • Frau Jenny Rademann präsentierte ein Konzept für einen Einführungskurs zum Umgang mit der Statistiksoftware SPSS.
Herr Dr. Michael Gerth (Geschäftsführer des @LLZ) gratuliert Frau Jenny Rademann und Frau Dr. Claudia Ehrhardt.

Herr Dr. Michael Gerth (Geschäftsführer des @LLZ) gratuliert Frau Jenny Rademann und Frau Dr. Claudia Ehrhardt.

Die Erstellung und Präsentation eines Konzepts für eine multimedial gestützte Lehrveranstaltung  umfasst insgesamt 18 Arbeitseinheiten des Gesamtumfangs des Zertifikatsprogramms von 85 Arbeitseinheiten. Ziel ist es, damit den Transfer der Inhalte der Zertifikatsveranstaltungen in die eigene Lehre der Teilnehmer zu unterstützen. In der Veranstaltung „Grundlagen multimedialer Lehre“ werden für die Erstellung des Lehrveranstaltungskonzepts wichtige Grundlagen geschaffen. Unter anderem wird darauf eingegangen, welche methodisch-didaktischen Überlegungen notwendig sind, um Online-Angebote gezielt umzusetzen. Dazu werden Leitfragen zur didaktischen Planung sowie Modelle für eine systematische Umsetzung von multimedialen Lernangeboten vorgestellt. Dabei wird gezeigt, wie bedeutsam eine gute Planung bei der Durchführung einer multimedial gestützten Lehrveranstaltung ist.

Einen Überblick über die aktuellen Veranstaltungsangebote des Zertifikatprogramms „Multimediale Lehre“ finden Sie hier.

Alle Veranstaltungen können auch unabhängig vom Erwerb des Gesamtzertifikats besucht werden.

@ward – Preis für multimediales Lehren und Lernen 2017

Ab sofort können sich Lehrende der MLU für den @ward – Preis für multimediales Lehren und Lernen bewerben, der in diesem Jahr zum vierten mal verliehen wird. Dieser Preis soll das besondere Engagement der Lehrenden in der Entwicklung und im Einsatz multimedialer Lehrkonzepte und -methoden fördern und honorieren.

Der @ward wird in zwei Kategorien verliehen. Ein Preis wird für eine durchgeführte multimedial gestützte Lehrveranstaltung aus dem Wintersemester 2016/17 oder Sommersemester 2017 vergeben. Voraussetzung dafür ist die Evaluation der Lehrveranstaltung einschließlich der Zusatzfragen „Digitales bzw. Multimediales Lehr-Lernangebot“ (Anmeldung zur Evaluation erfolgt über StudIP). Der zweite Preis wird für ein Projekt in der Konzeptionsphase vergeben.

Für die Preisträger beider Kategorien ist eine wissenschaftliche Hilfskraft für ein Semester à 40 Stunden/Monat vorgesehen.

Ausführliche Informationen zu Teilnahmebedingungen und dem Bewerbungsprozess finden Sie auf den Seiten des @LLZ.

Bewerben können sich alle Lehrenden der MLU. Zudem können gelungene multimedial gestützte Lehrveranstaltungen von Studierenden sowie von Kollegen und Kolleginnen nominiert werden.
Hier geht es zur Bewerbung bzw. Nominierung.

Bewerbungsschluss ist der 31. Juli 2017.

Jahrestagung LLZ@2017 – Moderne Lehre gestalten

Unter dem Titel „Moderne Lehre gestalten – Anwenden – Motivieren – Vernetzen“ lädt das Zentrum für multimediales Lehren und Lernen (@LLZ)  am Montag, dem 20. März 2017 Lehrende, Interessierte und Forschende zu unserer Jahrestagung ein.

Neben einem Jahresrückblick und dem Überblick zu den Zielen und Perspektiven des Forschungsbereiches liegt der Fokus der fünften Jahrestagung des @LLZ auf den Themen der zweiten Förderperiode.

Professor Dr. Christoph Igel wird in seiner Keynote einen Einstieg in das Thema „Smart Universities: intelligent, adaptiv, multimodal Studium und Lehre vor der zweiten Digitalisierungswelle“ geben. Als wissenschaftlicher Leiter des Educational Technology Lab des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) unterstützt Professor Igel Projekte insbesondere in Hinblick auf Qualifizierung und Bildung in Zeiten von Industrie 4.0 und Internet der Dinge.

Im Anschluss wollen wir die Themenschwerpunkte der zweiten Förderperiode

  • Adaptive Lernumgebungen
  • Mobiles Lehren und Lernen
  • Active Learning Environments

detaillierter vorstellen, in kleineren Arbeitsgruppen diskutieren und gemeinsam erste Umsetzungsideen entwickeln.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Die Tagung Moderne Lehre gestalten 2017 findet im  Deutschen Saal der Franckeschen Stiftungen, Franckeplatz 1, Haus 7 statt.

Programm zur Tagung

Zur Anmeldung und weiteren Informationen