Webinare in der Hochschullehre

Webinare sind aus dem Alltag vieler Hochschulen und Unternehmen nicht mehr wegzudenken.

Auf schnelle und kostengünstige Weise bieten sie für einzelne Personen und/oder Gruppen eine Plattform für virtuelle Echtzeitkommunikation an.
Dazu wird an unserer Hochschule die Software Adobe Connect verwendet, die allen MitarbeiterInnen mit einer Internetverbindung zur Verfügung steht.

webinarNach der erfolgreichen Anmeldung und Beantragung eines Meeting-Raumes können die organisatorischen und inhaltlichen Vorbereitungen getroffen werden. Hierzu gehören u.a. das Versenden der Einladungen mit einem gültigen Link und die Gestaltung des Webinar-Raums indem u.a. Präsentationen hochgeladen und aktivierende Elemente vorbereitet werden.

Grafik webinar von Jules, CC BY 2.0

Die Szenarien für den Einsatz von Webinaren an Hochschulen sind vielfältig und sollen exemplarisch an dieser Stelle verdeutlicht werden. Stellen Sie sich vor, Sie möchten …

  • eine Gastdozentin/einen Gastdozenten aus einem weit entfernten Land für einen Vortrag einladen. Lange Anfahrtswege, Bahn- oder Flugstreiks können das Vorhaben verhindern und Sie entscheiden sich die Veranstaltung in Form eines Webinars durchzuführen. Ein Beispiel finden Sie in folgendem Blogbeitrag.
  • eine Dienstreise antreten, müssen allerdings Montagmorgen vorlesen. Sie entscheiden sich ein Webinar durchzuführen. Ihre Studierende bekommen einen Link zugeschickt und können an der Veranstaltung live teilnehmen.
  • eine „Konferenz ohne Grenzen“, also eine Webkonferenz organisieren und nehmen als Vorbild DaFWEBKON.
  • in den Semesterferien Ihre Sprechstunde via Webinar anbieten, da über Funktionalitäten wie Dateien hochladen, Whiteboard, Bildschirm freigeben, Chat, Video- und Audioübertragung die 1:1 Betreuung gelingen kann.
  • in Ihrem Unterricht Rollenspiele umsetzen und mehrere Gruppen gleichzeitig mit Hilfe der Gruppenfunktionalitäten betreuen.

Mit dem Thema „Webinare in der Hochschullehre“ setzt sich auch der Arbeitsbereich „Adobe Connect Didaktik-Wiki“ auseinander indem Didaktische Tipps & Tricks für den Einsatz von Adobe Connect ausführlich dargestellt werden.

Darüber hinaus findet im Wintersemester 2015/2016 eine Reihe an Webinaren zum Einsatz in der Hochschullehre statt. Folgende Themen und Termine stehen fest:

  • Vorlesung und Seminar: Chancen und Risiken (13.10.2015 um 16.00 Uhr)
  • Audio ohne Probleme einsetzen (10.2015 um 16.00 Uhr)
  • Den Chat kreativ nutzen (10.11.2015 um 16.00 Uhr)
  • Einsatzszenarien in der Präsenzlehre (24.11.2015 um 16.00 Uhr)
  • Hybridmeetings durchführen (08.12.2015 um 16.00 Uhr)
  • Mit Gruppenräumen arbeiten (12.01.2016 um 16.00 Uhr)
  • Teilnehmer und Teilnehmerinnen aktivieren (26.01.2016 um 16.00 Uhr)
  • Veranstaltungen aufzeichnen und bearbeiten (09.02.2016 um 16.00 Uhr)

Ausführliche Informationen im BLOG DER DACH NUTZERGRUPPE DIDAKTIK

@ward – Preisträger 2015

Auf der Jahrestagung des @LLZ am 1. Oktober 2015 wurde zum zweiten Mal der @ward – Preis für multimediales Lehren und Lernen verliehen. Der Preis wird in den Kategorien „Multimedial gestützte Lehrveranstaltung“ und „Projekte in der Konzeptionsphase“ vergeben. Die Urkunden wurden von Rektor Udo Sträter überreicht.

Prof. Dr. Alexander Brock | Institut für Anglistik und Amerikanistik
Prof. Dr. Alexander Brock | Institut für Anglistik und Amerikanistik

Der @ward 2015 für multimedial gestützte Lehrveranstaltungen wurde an Prof. Dr. Alexander Brock vom Institut für Anglistik und Amerikanistik verliehen. Er überzeugte mit seinem Blended-Learning-Konzept für die Lehrveranstaltung “Einführung in das Studium der englischen Sprachwissenschaft”, in dem die einzelnen Bestandteile durch das sehr gut gelungene Zusammenspiel eine deutlich größere Wirkung entfalten als lose nebeneinander stehende Onlinetools. Online- und Präsenzphasen greifen in der Veranstaltung sehr gut ineinander, nehmen aufeinander Bezug und fördern sich gegenseitig. Dies ermöglicht eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Lerninhalten und führt durch wiederholte Beschäftigung mit Material, Übungen und Tests zur Festigung des Gelernten. Prof. Dr. Brock setzte für diese Veranstaltung online bereitgestellte Materialien ein, die explizit unter didaktischem Blickwinkel dafür entworfen wurden, die Motivation der Studierenden zu steigern und die Orientierung in den Themengebieten zu erleichtern. Darüberhinaus wurde die Vorlesung als Video aufgezeichnet, Online-Selbsttests zur Selbstüberprüfung für die Studierenden zur Verfügung gestellt und eine Online-Klausur zur Leistungsüberprüfung geschrieben.

Dr. Kerstin Völkl | Institut für Politikwissenschaft und Japanologie
Dr. Kerstin Völkl | Institut für Politikwissenschaft und Japanologie

Den @ward 2015 für Projekte in der Konzeptionsphase erhielt Frau Dr. Kerstin Völkl vom Institut für Politikwissenschaft und Japanologie für ein Lehrkonzept einer multimedial gestützten Übung im Basismodul Methoden der Sozialwissenschaften.

Das Lehrkonzept von Frau Dr. Völkl verfolgt mit einem Blended-Learning-Ansatz das übergeordnete Ziel, den Lernprozess der Studierenden zu unterstützen, sie zu motivieren und die Lerneffektivität zu erhöhen. Blended Learning bezieht sich auf die Integration von Präsenz- und Online-Elementen in der Lehre und ist somit das an den Hochschulen gängigste Format mit sowohl traditionellem Unterricht als auch mit Selbstlernphasen. Im Konzept von Frau Dr. Völkl sollen die Online-Lernelemente hauptsächlich der Wiederholung und Nachbereitung des Lernstoffs sowie zur Prüfungsvorbereitung dienen. Dabei sollen neben der Lernplattform ILIAS mit ihren integrierten interaktiven Funktionalitäten auch verschiedene Multimedia-Tools wie z.B. ARSnova und Padlet zum Einsatz kommen. Besonders überzeugt hat auch der vielseitige Einsatz verschiedener multimedialer Elemente in der Präsenzlehre und das darauf abgestimmte Feedback-und Betreuungkonzept.

An dieser Stelle gratulieren wir nochmals herzlich den Preisträgern und danken allen Bewerberinnen und Bewerbern für ihre eingereichten Lehrkonzepte und Vorhaben.

Hier finden Sie die Pressemitteilung des Uni-Magazins über die Verleihung des @ward – Preis für multimediale Lehre vom 1. Oktober 2015.

Vierte Jahrestagung – Moderne Lehre gestalten 2015

Unter dem Titel „Moderne Lehre gestalten 2015“ lädt das Zentrum für multimediales Lehren und Lernen (@LLZ) am Donnerstag und Freitag Lehrende, Interessierte und Forschende zu einer Doppeltagung ein.

MLG15

Im Fokus der vierten Jahrestagung des @LLZ am 01. Oktober 2015 stehen der Einsatz von Vorlesungsaufzeichnungen und Lehr-/Lernvideos in der Hochschullehre. Neue didaktische Konzepte mit Vorlesungsaufzeichnungen eröffnen weitaus mehr Potentiale als Studierenden nur die Möglichkeit, versäumte Vorlesungen nachzuarbeiten oder sich individuell gezielt auf bevorstehende Prüfungen vorzubereiten.
Das Ziel der Tagung ist, Lehrenden die gesamte Palette möglicher Produktions- und Anwendungsszenarien vorzustellen. Nicht nur Lehrende von unserer Universität und weiterer Hochschulen, auch interessierte Akteure aus Schulen, Behörden oder Firmen im E-Learning-, Multimedia- oder Weiterbildungsbereich sind herzlich willkommen. Gemeinsam werden wir Ideen, Konzepte und Projekte im Bereich des multimedialen Lehrens und Lernens aus anwendungsorientiertem Blickwinkel diskutieren.

Das 2. Wissenschaftliche Kolloquium „Lernen – Verstehen – Wissen“ am 02. Oktober 2015 verfolgt einen forschungsorientierten Ansatz. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind eingeladen, über Ihre Arbeiten zur Grundlagen- und Anwendungsforschung für eine moderne akademische Lehre zu berichten. Ziel dieses Kolloquiums ist es, vielfältige Forschungsinitiativen sichtbar zu machen und Akteure miteinander ins Gespräch zu bringen und damit die Voraussetzungen für einen wissenschaftlichen Austausch, neue Kooperationen und Forschungsverbünde zu schaffen.

Die Doppeltagung Moderne Lehre gestalten 2015 findet im  Deutschen Saal der Franckeschen Stiftungen, Franckeplatz 1, Haus 7 statt.

Programm zur Tagung

Zur Anmeldung und weiteren Informationen 

Ein Zeichen setzen für elektronische und multimediale Elemente in der Lehre!

@-label_250_1Sie lassen Ihre Lehrveranstaltung auf Video aufzeichnen, schreiben elektronische Prüfungen und/oder setzen elektronische bzw. multimediale Elemente, wie zum Beispiel ein TED-System, Selbsttests, Lernmodule in ILIAS, Wiki, Forum etc. in Ihrer Lehre ein? Dann haben Sie ab sofort die Möglichkeit, dies im Stud.IP für die Studierenden sichtbar zu kennzeichnen. Mit freundlicher Unterstützung vom Universitätsrechenzentrum (ITZ) der Martin-Luther-Universität (MLU) wurde eine universitätsspezifische Variante der Kennzeichnung elektronisch bzw. multimedial gestützter Lehrveranstaltungen für Stud.IP programmiert.

Beim Anlegen neuer bzw. in  bereits angelegten Lehrveranstaltungen kann von nun an (ab dem WS 2015/16) über die ᾽Grunddaten der Lehrveranstaltung᾽ (Schritt 5: Sonstige Daten zu der Veranstaltung) die entsprechende Kennzeichnung erfolgen. Die Kennzeichnung kann nur vom Lehrenden selbst bzw. von berechtigten Personen vorgenommen werden.

studip_kennzeichnung_1Drei spezifische Kennzeichnungen sind möglich, welche auch in Kombination verwendet werden können

studip_kennzeichnung_2Gekennzeichnete Lehrveranstaltungen erhalten ein ᾽@ im grünen Kasten᾽ als einheitliches Veranstaltungsbild. In den ᾽Details der Lehrveranstaltung᾽ werden zudem die ausgewählten elektronischen bzw. multimedialen Angebote aufgeführt.

studip_kennzeichnung_5Alle gekennzeichneten Lehrveranstaltungen, die elektronische bzw. multimediale Lehr-Lernformen enthalten, werden im Veranstaltungsverzeichnis (Übersicht) mit diesem Label gekennzeichnet. Ob es sich bei der Kennzeichnung bspw. um eine Videoaufzeichnung oder eine elektronische Prüfung handelt, erfahren die Studierenden, wenn sie mit dem Mauszeiger über das Symbol fahren.

studip_kennzeichnung_6Mit dieser Kennzeichnung im Stud.IP wird für alle Lehrenden und Studierenden der MLU sichtbar, welche Veranstaltungen über ein integriertes Online-Angebot verfügen.

Setzten auch Sie ein Zeichen für den Einsatz elektronischer und multimedialer Lehr-Lernformen!

ASQ – E-Learning-Pass

Allgemeine Schlüsselqualifikationen (ASQ) gehören als Kompetenzen zum Studium. Diese können Fach unabhängig erworben werden. Mit den Angeboten im Rahmen der ASQ-Module an unserer Universität wird den Studierenden ermöglicht, sich nach ihren individuellen Interessen ein Angebot auszuwählen. Jeder Studierende hat dabei die Möglichkeit, zwei Module mit jeweils 5 LP zu wählen. Das Zentrum für multimediales Lehren und Lernen (@LLZ) bietet auch in diesem Semester Studierenden das ASQ-Modul „E-Learning-Pass“ an.

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Hier erwerben die Studierenden allgemeine Grundlagenkenntnisse zu elektronischen und digitalen Medien für die Konzeption und Erstellung von Lernmaterialien. Während des Kurses werden E-Learning-Arrangements in einem Lernmanagementsystem (LMS) erstellt. Es werden praktische Fähigkeiten zur Planung, Erstellung und Bearbeitung von E-Learning Bausteinen im LMS ILIAS entwickelt.

Literaturrecherche

Im letzten Semester belegten 20 Studierende den ASQ E-Learning-Pass. Die entstandenen Module werden direkt in der Hochschullehre eingesetzt (Archäologie, Kunstgeschichte, wissenschaftliches Arbeiten) oder auch in einem MOOC für Schüler bereitgestellt. Ein Modul zur Einführung in die Literaturrecherche wurde bereits veröffentlicht. Es enthält eine allgemein gültige Einführung zu Recherchemöglichkeiten an der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt. Integrierte Video-Tutorials unterstützen Erklärungen zur Nutzung von OPAC (Online Public Access Catalogue), DBIS (Datenbank-Infosystem) und EZB (Elektronische Zeitschriftenbibliothek).

Der nächste ASQ E-Learning-Pass beginnt am 28. September 2015.