Workshop „Zur Arbeit mit kulturellen Deutungsmustern als ein Zugang für interkulturelles Lernen und Lehren“

Im Zuge der Hochschuldidaktischen Wochen findet am 06. Dezember der Workshop „Zur Arbeit mit kulturellen Deutungsmustern als ein Zugang für interkulturelles Lernen und Lehren“ an der MLU statt.

Diversity

Quelle: http://www.sxc.hu/photo/834151

Interkulturelle Kompetenz wird heute fachübergreifend in zahlreichen Kontexten gefordert und in Zeiten globalen Handelns und beruflicher Mobilität als eine Schlüsselqualifikation vorausgesetzt. In der praxisorientierten Fortbildungsveranstaltung stehen daher verbale wie nonverbale Herausforderungen interkultureller Begegnungen im Zentrum der Betrachtung. In diesem Zusammenhang wird der Frage nachgegangen, welche Rolle die Arbeit mit kulturellen Deutungsmustern im Lernprozess spielt und wie Lehrende dieses Wissen in ihrer Unterrichtsplanung nutzen und fruchtbar machen können.

Interkulturelle Kommunikation ist keineswegs immer konfliktbeladen. Sie bleibt auch in einer von kulturellen Unterschieden geprägten Interaktion individuell. Zwar sind Verhaltensnormen und -regeln durchaus kulturell geprägt und gründen sich damit quasi auf einen kollektiven Vorrat an Deutungsmustern und damit auf Wissen und Erfahrungen einer (Sprach-)gemeinschaft, dennoch sind diese Wissensvorräte aber selbst innerhalb einer Kommunikationsgemeinschaft nie deckungsgleich, da Menschen unterschiedliche innere und äußere Erfahrungen machen. In diesem Kontext geht es auch um (inter-) kulturelles Wissen und die Vermittlung adäquater Handlungsstrategien.

Folgende Schwerpunkte stehen im Zentrum der Auseinandersetzung:

  • Entstehung kulturell und individuell geprägter Deutungsmuster
  • Umgang mit Vorurteilen, Stereotypen und Klischees
  • kulturelle Deutungsmuster und verbale sowie nonverbale Kommunikation
  • kulturelle Lernprozesse
  • Schwierigkeiten und Grenzen der Evaluierung (inter-)kultureller Kompetenz
  • Möglichkeiten der didaktischen Umsetzung der Arbeit mit kulturellen Deutungsmustern

Die Dozentin, Frau Prof. Dr. Carmen Schier, ist seit September 2012 Professorin für angewandte Kulturwissenschaften an der Hochschule Coburg. Davor war sie Lehrkraft für besondere Aufgaben am Herder-Institut der Universität Leipzig im Bereich Kulturstudien DaF und Literatur sowie Didaktik DaF/DaZ. Darüber hinaus leitet sie zahlreiche Fortbildungen für Lehrkräfte, Dozenten und Studierende im In- und Ausland, vor allem zu Fragen des interkulturellen Lernens und Lehrens.

Der Workshop findet am 06. Dezember in Raum 222 im Gebäude der Wirtschaftswissenschaften in der Großen Steinstraße 73 in 06108 Halle (Saale) statt. Er richtet sich an Lehrende aller am Verbundprojekt HET LSA beteiligten Hochschulen und ist auf das Hochschuldidaktische Zertifikat der MLU sowie der Hochschule Magdeburg-Stendal anrechenbar.

Zur Anmeldung gelangen Sie hier.

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