Großformatige Multitouch Displays in der Hochschullehre

Die sukzessive Ausgestaltung von Seminarräumen und Hörsälen unserer Universität mit digitalen Technologien wie z. B. Smartboards erfordert die Auseinandersetzung mit den Herausforderungen und Möglichkeiten ihres Einsatzes in Lehrveranstaltungen. Lehrende haben die Möglichkeit unter Einbeziehung interaktiver multimedialer Technologien in der Lehre sinnvolle Lehr-/Lernszenarien zu entwickeln.

Frau Prof. Cornelia Gläßer vom Institut für Geowissenschaften und Geographie erprobte den kombinierten Einsatz von Smartboard und Multitouch-Surface in ihrem Seminar „Angewandte Geofernerkundung“. Die hier durchgeführte offene Seminarform soll in besonderer Weise an die Erfahrungen der Lernenden aus Exkursionen anknüpfen und den Austausch von Fachwissen fördern. Dabei werden gesammelte Informationen durch die Studierenden diskutiert, analysiert, zugeordnet und bewertet. Smartboard und Multitouch-Surface unterstützen das kollaborative Arbeiten, da die 4-Touch- bzw. Multitouch-Funktion gleichzeitiges Agieren auf der Oberfläche ermöglicht und damit Inhalte nicht nur statisch präsentiert, sondern dynamisch schrittweise und gemeinsam entwickelt werden können.

In dem Videobeitrag „Der Einsatz großformatiger Multitouch Displays in der Hochschullehre aus didaktischer Perspektive“ erläutert Frau Prof. Cornelia Gläßer ihren Modellversuch. Kernaspekte in den Ausführungen von Frau Prof. Cornelia Gläßer sind zudem der Mehrwert und die Grenzen des Einsatzes von Smartboard und Multitouch-Surface im Seminar.

 

Von besonderem Interesse ist die Sicht der Studierenden, die vom Lernzentrum in einer Evaluation erfasst wurde.

Aus Studierendensicht wird ein Vorteil dieser Seminarform insbesondere durch das „Ausbrechen aus der Starrheit der üblichen Betrachtungsweise“ gesehen. Positiv waren Anmerkungen wie: „Die Eigenbeteiligung hilft beim Lernen… Durch das Surface wurde die Zusammenarbeit in der gesamten Gruppe verbessert…“ „An diesem Seminar hat mir gut gefallen, dass

  • die Teilnehmer aktiver waren als sonst
  • Interaktivität, Gestaltungsfreiheit
  • es visuell noch ansprechender und anschaulicher war
  • die Atmosphäre ohne Beamer (PC-Pool) + eigenen Rechner eine andere ist, man ist aufmerksamer…“

Etwas enttäuscht äußerten die Studierenden dennoch: „Es war interessant mal mit so einem Gerät zu arbeiten, jedoch gibt es noch viel Entwicklungsbedarf…, eine App-Verbesserung für die Zwecke ist notwendig.“

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