Unter dem Begriff E-Assessment werden Prüfungsformen zusammengefasst, die mit multimedialer Unterstützung durchgeführt werden. Häufig handelt es sich dabei um sogenannte E-Klausuren. Diese sind in Herangehensweise und Durchführung einer herkömmlichen Papierklausur ähnlich, sie werden jedoch in Präsenz in den Räumlichkeiten der Hochschule an einem Laptop oder PC geschrieben. Dabei kommt die Klausurenplattform der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zum Einsatz, die es ermöglicht automatisch auswertbare Multiple-Choice-Klausuren (auch Klausuren im Antwort-Wahl-Verfahren genannt) schreiben zu lassen.
Aus rechtlicher Perspektive gibt es einige Aspekte, denen Sie bei der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung einer E-Klausur besondere Aufmerksamkeit schenken sollten. Wir haben diese für Sie im Wiki des @LLZ unter dem Titel „Fragen aus der Praxis zum E-Assessment“ zusammengestellt.
Fragen aus der Praxis zum E-Assessment im Wiki des @LLZ
Sie finden dort kurze Erläuterungen zu Punkten wie:
Verankerung der Prüfungsform in der Prüfungsordnung
Seit Mai 2015 hat das @LLZ nun seinen eigenen Forschungsbereich. In der konstituierenden Sitzung am 11.05.2015 mit dem Leiter des Forschungsbereichs Prof. Dr. Josef Lukas wurden die neuen Mitglieder des @LLZ begrüßt, Inhalte und Aufgabenbereiche geklärt und die Weichen für kommende Forschungsprojekte gestellt.
Zum Forschungsbereich gehören als neue Mitarbeiter:
M.Sc. Sarah Eisentraut
M.Sc. Christoph Jobst
Dipl.-Ing. Kristina Kunze
M.Sc. Sören Much
Der Forschungsbereich des @LLZ bündelt die an der MLU bereits bestehende Grundlagen- und Anwendungsforschung zur Entwicklung, Anwendung und Evaluation neuer Medien in der Hochschullehre. Dabei liegt besondere Aufmerksamkeit auf kognitionspsychologischen, didaktischen bzw. evaluativen Fragestellungen zur multimedialen bzw. webbasierten Wissensvermittlung und Wissensdiagnostik. Die enge Kooperation mit thematisch zugehörigen Instituten, wie der Psychologie, den Medien- und Kommunikationswissenschaften, der Erziehungswissenschaft und der Informatik, den Didaktik-Professuren unterschiedlicher Fächer und allen Bereichen, in denen neue Lehrmethoden erprobt und angewandt werden, bildet hierbei die Grundlage für fachübergreifende praxisnahe Forschung.
Zur weiteren Professionalisierung des E-Assessment-Bereichs an der MLU wird zunächst ein Prüferleitfaden erstellt. Dieser soll die speziellen Anforderungen an Online-Klausuren thematisieren, aber auch allgemein als Handbuch für die Erstellung, Durchführung und Auswertung von Multiple-Choice-Klausuren dienen.
Die Ergebnisse der Forschungsarbeit werden gemeinsam mit weiteren Forschungsvorhaben zum Thema “Lernen – Verstehen – Wissen” im gleichnamigen wissenschaftlichen Kolloquium am 2. Oktober 2015 präsentiert. Zur Vorbereitung findet seit April zweiwöchentlich ein Forschungskolloquium am @LLZ statt, in dem unterschiedliche Projektvorhaben und -ideen präsentiert und diskutiert werden. Für Interessenten gibt es dazu eine Stud.IP-Veranstaltung (uni-intern) mit Informationen zu den jeweiligen Terminen und Themen. Wer mehr über Forschungsvorhaben und Themenschwerpunkte des neuen Forschungsbereichs erfahren möchte, ist herzlich zu den nächsten Terminen des Forschungskolloquiums eingeladen.
17.06. Christoph Jobst: (Prüfungs-)Klausuren mit ILIAS gestalten – aktueller Stand und geplante Erweiterungen
01.07. PD Dr. Alp Aslan, Prof. Dr. Joachim Neumann: „Implementierung test-basierten Lernens in die klinisch-pharmakologische Lehre“
08.07. Sören Much: Können Klausuren als psychologische Tests aufgefasst werden? – Testtheoretische Grundlagen und Anwendung der Item-Response-Theorie
15.07. Prof. Dr. Matthias Ballod: Didaktische Potenziale des Self-Assessment
Die Termine finden jeweils um 18 Uhr (ct) im Hohen Weg 8, 4. Etage statt.
Weitere Informationen sind auf den Webseiten des @LLZ zu finden. Die Büros des Forschungsbereichs befinden sich am Hohen Weg 8 in der 4. Etage. Bei Fragen können Sie sich per Mail oder telefonisch (+49 345 55 286 87) an die Mitarbeiter wenden.
v.l.n.r.: Andreas Melzer, Sarah Eisentraut, Prof. Dr. Josef Lukas, Kristina Kunze, Sören Much, Christoph Jobst
Am 16.06.2015 findet an der Hochschule Merseburg der 3. Tag der Lehre statt, zu dem auch Lehrende der Martin-Luther-Universität herzlich eingeladen sind.
Unter dem Motto „veni, vidi, wiki – neue Wege in der Hochschullehre“ soll ab 15.00 Uhr im Foyer des Hauptgebäudes das Lehren und Lernen an der Hochschule Merseburg im Mittelpunkt stehen und damit der Dialog zwischen Lehrenden, Mitarbeitern und Studierenden gefördert werden.
Höhepunkte:
Eröffnungsvortrag: Flipped Classroom in der Wirtschaftsinformatik
(Andre Kaiser von der TU Chemnitz berichtet von einem erfolgreich durchgeführten Blended Learning Konzept)
MassMatics: Das Übungsbuch von heute
(Stephan Claus, Mitbegründer von MassMatics stellt die App und ein Kooperationsprojekt mit der Hochschule Offenburg kurz vor und geht auf Probleme bei der Umsetzung von mathematischen Lehransätzen in elektronischer Form ein)
Vorstellung der interdisziplinären Projekte an der Hochschule Merseburg
Podiumsdiskussion zu Interdisziplinarität, neuen Lehrmethoden, E-Learning und Fragen von Studierenden
Das gesamte Programm finden Sie hier. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Ziel des wissenschaftlichen Kolloquiums und zweiten Teils der Tagung war es, die vielfältigen Forschungsinitiativen im Bereich „Lernen – Verstehen – Wissen“ der Uni Halle sichtbar zu machen und die Akteure miteinander ins Gespräch zu bringen. Damit sollten Voraussetzungen für einen wissenschaftlichen Austausch, neue Kooperationen und Forschungsverbünde geschaffen werden.
Durch die Tagung konnte eine große Anzahl Projekte, auch fachübergreifend, neu initiiert und entwickelt werden. Ein regelmäßiger Austausch von Lehrenden ist seit dem in einem Forschungskolloquium zum Thema „Lernen – Verstehen – Wissen“ organisiert.
Die Dokumentationen und Beiträge zur Tagung „Moderne Lehre gestalten“ sind jetzt vollständig veröffentlicht.
Bei der Planung multimedialer Lehr-Lern-Szenarien werden Lehrende immer wieder auch mit Fragestellungen aus den für das E-Learning relevanten Rechtsgebieten konfrontiert. Unabhängig davon, ob komplexe Online-Lernangebote erstellt, Vorlesungen als Video aufgezeichnet oder Scans aus Fachbüchern auf einer Lernplattform zum Download angeboten werden sollen, ist regelmäßig das Urheberrecht betroffen.
Im Wiki des @LLZ haben wir für Sie neben Beiträgen zu einzelnen Stichwörtern wie Amtliche Werke, Schutzdauer und Zitat beispielhafte Fragestellungen, die in der Praxis auftreten können, zusammengestellt.
Fragen aus der Praxis zum Urheberrecht im Wiki des @LLZ.
Die Themen sind fünf Komplexen zugeordnet:
Rechte des Urhebers
Recht am eigenen Bild
Nutzung urheberrechtlich geschützten Materials in der Lehre
Lizenzen
Freie Bildungsressourcen
und beschäftigen sich unter anderem mit der Frage, ob urheberrechtlich geschütztes Material in einem nicht-öffentlichen ILIAS-Kurs zur Verfügung gestellt werden darf oder ob andere Personen als der Dozent (Studierende, Gäste) in der Videoaufzeichnung einer Vorlesung zu sehen sein dürfen.