History Caching: Elektronische Schnitzeljagd auf den Spuren historischer Ereignisse

Foto eines Geocaches (Copyright: by Solitude, CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons)

Foto eines Geocaches (Copyright: by Solitude, CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons)

Beim Geocaching weisen geografische Koordinaten den Weg zu gut versteckten wasserdichten Behältern, die ein Logbuch und Inhalte unterschiedlichster Art beinhalten. Mit GPS-fähigen digitalen Endgeräten (z.B. Smartphones oder Tablets) können die Verstecke („Caches“) gefunden werden. Mitunter müssen dabei Rätsel gelöst („Mystery Cache“) oder mehrere Stationen, die zum eigentlichen Versteck führen, bewältigt werden („Multi Cache“).

Die Idee hinter History Caching ist es, diese Methode zu nutzen, um Wissen über historische Orte und Ereignisse zu vermitteln. UNTOLD STORIES ist ein solches History Caching-Projekt. Auf den Spuren der friedlichen Revolution 1989 werde zunächst in Leipzig, später auch in anderen sächsischen Städten Caches versteckt. Geschehnisse aus den Akten der Stasi bilden die Grundlage für diese Beschäftigung mit Geschichte. Das Projekt wird von den Außenstellen des BStU (Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen) in Chemnitz, Dresden und Leipzig in Kooperation mit mehreren Projektpartnern umgesetzt. Sobald die Caches freigegeben werden, kann jeder Interessierte auf die Suche gehen.

Zugegeben: History Caching ist eine relativ zeitaufwändige Methode der historischen Bildung. Dennoch ist die Idee einer Beschäftigung mit Geschichte an historischen Lernorten, verbunden mit authentischen historischen Quellen und dem spielerischen Ansatz einer Schnitzeljagd sehr reizvoll. Vielleicht gelingt es auf diesem Weg sogar, Jugendliche und Erwachsene dazu zu motivieren, sich in ihrer Freizeit mit Geschichte zu beschäftigen.

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