LLZ@unterwegs

Vom 10. – 13.September 2012 trafen sich an der Technischen Universität Wien E-Learning-Akteure und Interessenten zur Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW). Die GMW ist eine Fachgesellschaft für Fragen des Medieneinsatzes an Hochschulen im deutschsprachigen Raum. Die Jahrestagung dient dem interdisziplinären Austausch zwischen Akteuren auf dem Gebiet des technologisch gestützten Lehrens und Forschens. Idee der Tagung ist u.a. sinnvolle Nutzungsmöglichkeiten der modernen Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) in der Lehre und Forschung vorzustellen, Lernszenarien zu diskutieren und Erfahrungen zu erprobten Lernszenarien auszutauschen. Damit wird das Ziel verbunden, die Effektivität und Effizienz des Einsatzes von digitalen Medien in Lehre und Forschung und deren Synergien zu erhöhen.
Das @LLZ war dabei.
Unter der großen Thematik „Digitale Medien – Werkzeuge für exzellente Forschung und Lehre“, hörten und diskutierten wir Beiträge zu „Lernmanagementsysteme: Welche Probleme haben sie gelöst? Welche Probleme haben sie neu aufgeworfen?“. Trends der E-Learning-Branche und entwickelte Lösungsvorschläge zeigen die Weitläufigkeit der Thematik, beziehen didaktische, organisatorische aber auch soziale, rechtliche sowie technische Aspekte mit ein. Die Ergebnisse dokumentieren nicht nur Erfolge oder Teilerfolge sondern teilweise auch Misserfolge.

Was können wir für unsere Arbeit davon ableiten? Den Focus unseres Besuches legten wir u.a. auf didaktische Konzepte und die Werkzeuge, die sich für einen sinnvollen Einsatz der digitalen Medien in der Lehre an unserer Universität eignen. Zunehmend populärer an Hochschulen wird die digitale Leistungsüberprüfung. Sie ist nicht nur eine Methode zur Selbstlernunterstützung, sondern oftmals eine Alternative zur herkömmlichen Prüfung. Der Beitrag von Esther Paulmann von der Universität Erlangen-Nürnberg zu „Erfahrungen mit E-Prüfungen an der FAU“ zeigt, dass nicht nur kommerzielle (und leider sehr kostenintensive Lösungen) zum Ziel führen. An der FAU in Nürnberg-Erlangen arbeitet das StudON-Team mit einer ILIAS-Lösung. Damit wird gleichzeitig die existente Lernplattform der Universität für E-Prüfungen genutzt, aber die Rechtevergabe und Datenschutzanforderungen sind sehr aufwändig.
Rechtssichere Garantie bei computerbasierten Prüfungsformen bietet die von der ETH Zürich vorgestellte Open-Source-Lösung. Der entwickelte Safe Exam Browser ist eine plattformunabhängige Variante computerbasierter Prüfungsformen. Unter der Benutzung der ILIAS Lernplattform an der MLU würde es bedeuten, dass in einer Prüfung dann der direkte Link zur Testumgebung in ILIAS geschaltet ist.

Reports aus der Praxis, Workshops und persönliche Pausengespräche waren insgesamt sehr anregend. Aus unserer Sicht war die Tagung ein wertvoller Erkenntnisgewinn und ein Ausbau der Netzwerkkontakte mit der deutschsprachigen E-Learning-Community.
An der nächsten GMW2013 „E-Learning zwischen Vision und Alltag – zum Stand der Dinge“  an der Goethe-Universität Frankfurt/Main werden wir wieder vor Ort sein. Und dann vielleicht mit einem eigenen Beitrag.
Hier der Link zu aufgezeichneten Beiträgen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.