Vorstellung der Kooperationspartner im Verbundprojekt HET LSA. Teil 3: Die Hochschule Anhalt

Aufgrund des demografischen Wandels kommen auch auf die sachsen-anhaltischen Hochschulen gravierende Veränderungen zu. Sowohl die Zugangswege zur Hochschule, die Studierendenschaft als auch die Anforderungen in der Berufswelt werden fortwährend heterogener.

Um diesen Veränderungen adäquat zu begegnen, wird im Verbundprojekt Heterogenität als Qualitätsherausforderung für Studium und Lehre (HET LSA), in dem alle Hochschulen des Landes Sachsen-Anhalt vertreten sind, ein entsprechendes Handlungsprogramm entwickelt und realisiert. Dafür wurde eine Netzwerkstruktur etabliert, die aus Kompetenzstützpunkten an den Hochschulen, einer Transferstelle am Institut für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (HoF) und landesweiten Kompetenzzirkeln besteht. Die Hochschule Anhalt trägt durch die Berücksichtigung der internationalen Dimension von Professionalisierung und Hochschulentwicklung zum Handlungsprogramm des Verbundes bei (siehe Abb.).

Abb.: Netzwerkstruktur des Verbundprojektes HET LSA.

Der Anteil ausländischer Studierender in Sachsen-Anhalt hat sich in den letzten zehn Jahren insgesamt von knapp fünf Prozent auf über acht Prozent erhöht. An der Hochschule Anhalt haben sich die Zahlen nahezu verdoppelt. Im Wintersemester 2012/13 studierten hier über 2.000 internationale Studierende (einschließlich Studienkolleg) aus über 90 Nationen. Ihr Anteil an der gesamten Studierendenschaft betrug damit ca. 25 Prozent und ist einer der höchsten in den neuen Bundesländern.

Im Rahmen des Verbundvorhabens erarbeitet der Kompetenzstützpunkt daher ein Integrationskonzept für internationale Studierende und bereitet dessen Transfer auf die anderen Hochschulen des Landes vor. Die Ziele des Teilvorhabens der Hochschule Anhalt sind dabei:

  • Chancengleichheit ausländischer Studierender erhöhen,
  • Studienleistungen internationaler Studierender verbessern,
  • Interkulturelle Kompetenzen auf Seiten von Lehrenden und Studierenden entwickeln
  • und interkulturellen Austausch intensivieren.

Zur Erarbeitung des Integrationskonzeptes werden zunächst grundlegende Inhalte bestimmt, die sich aus der Kenntnis bisheriger Prozesse bzw. Aktivitäten der Studienorganisation sowie Studierendenbetreuung, der Prozessbeteiligten und auch der Daten- und Informationsflüsse ergeben. Anschließend werden geeignete Methoden, Instrumentarien und Maßnahmen zur Erfüllung der o. g. Ziele ausgewählt sowie ein Integrationsprogramm konzipiert. Nach dessen Erprobung an der Hochschule Anhalt wird der Transfer auf andere Hochschulen vorbereitet. Den Projektabschluss bilden die Evaluation des Integrationsprogramms und die wissenschaftliche Veröffentlichung ausgewählter Teilergebnisse.

Quellen

 


 

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Gefördert vom BMBF im Rahmen des gemeinsamen Bund-Länder-Programms für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre. Das Vorhaben Heterogenität als Qualitätsherausforderung für Studium und Lehre: Kompetenz- und Wissensmanagement für Hochschulbildung im demografischen Wandel wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01PL12067C gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.

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