Was haben ELCH und LÖWE gemeinsam?

@wardWährend in freier Laufbahn diese majestätischen Tiere nie aufeinander antreffen würden, konnten sich der ELCH der Universität Graz mit dem @ward-Löwen der Martin-Luther-Universität ein Stück näher kommen. Beide stehen für eine Auszeichnung für Projekte im Bereich multimediales Lehren und Lernen.

Während meines Weiterbildungsaufenthaltes im Rahmen der ERASMUS+ Personalmobilität durfte ich die E-Learning-Strukturen an der Universität Graz näher kennenlernen. Dafür habe ich das Team der Akademie für Neue Medien und Wissenstransfer eine Woche lang bei Ihrer Arbeit begleitet.

Aus Sicht einer Mediendidaktikerin ist es eine wertvolle Erfahrung beobachten zu können, welche Konzepte und Rahmenbedingungen für das multimediale Lehren und Lernen an einer Partneruniversität existieren. Diese sind an der Uni-Graz seit 2014 in einer E-Learning-Strategie verfasst worden.

Was die Umsetzung von Maßnahmen anbetrifft konnte ich viele Parallelen zu unserer Arbeit am @LLZ beobachten. Als Serviceleistung beider Universitäten werden Vorlesungsaufzeichnungen mit automatisierten Systemen angeboten, um das individuelle Lernen der Studierenden zu ermöglichen.

Aula der Uni-Graz
Aula der Uni-Graz

Lehrende können sich an beiden Hochschulen für den Einsatz von Technologien in der Hochschullehre fortbilden. An der Uni-Halle wird das Zertifikat Multimediale Lehre semesterweise angeboten. An der Uni-Graz das Zertifikat eDidaktics, welches in Kooperation mit allen Hochschulen des Lands Steiermark entstanden und getragen wird.

Und schließlich möchte ich auch auf Österreichs erste MOOC-Plattform iMOOX hinweisen, die von der Karl-Franzens-Universität Graz und der Technischen Universität Graz gegründet wurde mit dem Anspruch, „Bildung für alle“ zu ermöglichen.

Ich möchte mich ganz herzlich bei den Mitarbeiterinnen des International Office der MLU, bei allen Grazer Kolleginnen und Kollegen und insbesondere bei Dr. Elke Lackner für die Aufnahme und die Organisation der Woche bedanken!

 

Im Gespräch mit Dr. Kerstin Völkl zum Zertifikat „Multimediale Lehre“

Seit Januar 2015 werden alle Weiterbildungsangebote des @LLZ im Rahmen des Zertifikats „Multimediale Lehre“ angeboten. Ziel der Veranstaltungen des Zertifikats ist es, die Teilnehmer anzuregen, Ideen zur Integration von Multimedia und E-Learning in ihrer Lehre zu entwickeln, um diese flexibler, effizienter oder abwechslungsreicher gestalten zu können.

Im gemeinsamen Gespräch mit Frau Dr. Kerstin Völkl erhalten wir einen Einblick in die Teilnehmerinnensicht einer Lehrenden, die bereits 2015 erfolgreich das Zertifikat erworben hat.

Dr. Kerstin Völkl
Dr. Kerstin Völkl

Frau Völkl, Sie haben das vom @LLZ angebotene Zertifikat “Multimediale Lehre” gleich in der ersten Runde 2015 und innerhalb eines Semesters erworben. Weshalb haben Sie sich dazu entschlossen und wie ließ sich das organisatorisch mit Ihrer Tätigkeit im Lehrbereich „Methoden der Politikwissenschaft“ vereinbaren?
Zunächst möchte ich berichtigen, dass ich das Zertifikat nicht innerhalb eines Semesters erworben habe. Ich hatte bereits 2013 und 2014 ein paar Weiterbildungsangebote des LLZ im Multimediabereich besucht. Die Einführung des Zertifikats zu Beginn des Jahres 2015 war dann Anlass für mich, noch weitere Workshops zu besuchen. Ein wesentlicher Grund für die Teilnahme an diesen war, dass ich mich über die verschiedenen Möglichkeiten informieren wollte, wie man E-Learning didaktisch sinnvoll in der Lehre einsetzen kann. Was die Integration der Workshops in den regulären Lehr- und Forschungsalltag betrifft, war ich froh, dass ich nicht alle Termine in einem Semester unterbringen musste.

Wie würden Sie das Zertifikatsprogramm insgesamt beurteilen (was hat Ihnen besonders gut gefallen, was weniger)?
Sehr gut gefallen haben mir das vielfältige Workshop-Angebot sowie das Kennenlernen und der Austausch mit Kollegen aus ganz unterschiedlichen Fachdisziplinen. Optimierungsbedarf besteht m. E. darin, inhaltliche Überschneidungen bei einigen Workshops zu minimieren.

Welche zentralen Erkenntnisse haben Sie im Rahmen des Zertifikatsprogramms für sich gewonnen und inwieweit wirken sich diese auf die Gestaltung Ihrer Lehre aus?
Ich habe die Erkenntnis gewonnen, dass E-Learning viele Chancen bietet, aber zugleich auch Grenzen hat und kein vollständiger Ersatz für die Präsenzlehre ist. In diesem Sinne gestalte ich seitdem die Lehre und ergänze die Präsenzsitzungen um E-Learning-Einheiten.

Wie beurteilen Sie den Aufbau und die Struktur des Zertifikats aus Teilnehmerinnensicht? Welche Elemente halten Sie für besonders sinnvoll? Gibt es Inhalte, die Ihnen (entweder) gefehlt haben oder sekundär erschienen?
Den Aufbau und die Struktur des Zertifikats halte ich für sehr gelungen. Im Pflichtbereich werden die wesentlichen Grundlagen vermittelt. Der Wahlbereich ermöglicht es einem, individuelle Schwerpunkte je nach Interesse und Einsatzmöglichkeiten in der jeweiligen Fachdisziplin zu setzen. Und die Erarbeitung eines Multimedia-Konzeptes für eine Lehrveranstaltung erfordert es, das Gelernte anzuwenden.

Würden Sie das Schulungs- und Zertifikatsangebot des @LLZ anderen Lehrenden empfehlen?
Auf jeden Fall.

Konnten Sie Ihr im Rahmen des Zertifikatsprogramms entwickeltes Lehrveranstaltungskonzept bereits in die Praxis umsetzen? Wenn ja, welche Erfahrungen haben Sie dabei gesammelt (waren z. B. Anpassungen notwendig)?
Die Umsetzung ist gerade in vollem Gang. Meine ersten Erfahrungen sind, dass man eine gewisse Flexibilität mitbringen muss. Das heißt, nicht alles, was man in der Theorie für sinnvoll erachtet hat, stellt sich auch in der Praxis als sinnvoll heraus. Generell ist der Zeitaufwand nicht zu unterschätzen, den die Integration von Multimedia-Aspekten für die Lehrvorbereitung bedeutet.

Nehmen Sie auch an anderen hochschuldidaktischen Veranstaltungen teil?
Vor dem Zertifikat für Multimediale Lehre hatte ich bereits das Zertifikat für Hochschuldidaktik erworben. Beide Angebote stellen m. E. eine gegenseitige Ergänzung dar, ohne sich inhaltlich allzu stark zu überschneiden. Beispielsweise lassen sich große Veranstaltungen u. a. durch den Einsatz von Multimedia aktivierend gestalten.

Frau Völkl, vielen Dank für das Interview!

In diesem Semester besteht noch die Möglichkeit folgende Veranstaltungen zu besuchen:

Die einzelnen Veranstaltungen können auch unabhängig vom Erwerb des Zertifikats besucht werden. Bereits besuchte Schulungen können im Rahmen des Zertifikates anerkannt werden.

Ende September werden dann die Termine für das WS 2016/17 bekannt gegeben. Alle aktuellen Termine finden Sie hier.

Impressionen von der Langen Nacht der Wissenschaften 2016

Zur Langen Nacht der Wissenschaften am 01. Juli 2016 präsentierte das @LLZ unter dem Thema „Ozeane und Meere“ vielfältige Möglichkeiten des Einsatzes moderner Medien und multimedialer Angebote in der Hochschullehre. Im Kontext Lehre konnten zahlreiche Besucher erleben, wie digitale Lehre die Universität der Zukunft gestaltet.

Sie nutzen Multimedia in der Lehre oder arbeiten an einem Konzept dafür? Dann bewerben Sie sich für den @ward!

In diesem Jahr wird zum dritten Mal der @ward – Preis für multimediales Lehren und Lernen von der MLU verliehen. Dieser Preis soll das besondere Engagement der Lehrenden in der Entwicklung und im Einsatz multimedialer Lehrkonzepte und -methoden fördern und honorieren.

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Der @ward wird zum einen für eine durchgeführte multimedial gestützte Lehrveranstaltung (aus dem WS 15/16 oder SS16) und zum anderen für ein Projekt in der Konzeptionsphase vergeben. Für die Preisträger beider Kategorien ist eine wissenschaftliche Hilfskraft für ein Semester à 40 Stunden/ Monat vorgesehen.

Ausführliche Informationen zu Teilnahmebedingungen und dem Bewerbungsprozess finden Sie auf den Seiten des @LLZ.

Bewerben können sich alle Lehrenden der MLU. Zudem können gelungene multimedial gestützte Lehrveranstaltungen von Studierenden sowie von Kollegen und Kolleginnen nominiert werden.
Hier geht es zur Bewerbung bzw. Nominierung.

Bewerbungsschluss ist der 31. Juli 2016.

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Das @LLZ lädt zur 15. Langen Nacht der Wissenschaften der Uni Halle am 1. Juli 2016 ins Melanchthonianum ein und hält ein vielfältiges Mitmachprogramm für alle Interessierten bereit.

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Digitale Lehre und Mee(h)r

 

18.00 bis 23:00 Uhr Mitmachprogramm

 

 

Lehren & Lernen multimedial – digital vernetzte Medien sind mehr als die Nutzung von Computern und Internet. Im Kontext Lehre erleben Sie live den Einsatz von Multitouch, Visualizer und vielem mehr. Entdecken Sie, wie digitale Lehre die Universität der Zukunft gestaltet.

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Prüfen im Pool

 

18.00 bis 23:00 Uhr Mitmachprogramm

 

 

 

E-Assessment ist ein fester Bestandteil moderner Prüfungsverfahren. Der Computerpool wird dabei zum Prüfungsraum. Sie wollen wissen, wie die Prüfungsplattform unserer Universität funktioniert? Testen Sie mit uns online Ihr Wissen!

 

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Vorlesungen im Netz

18.00 bis 23:00 Uhr

 

An der Uni Halle können seit drei Jahren Vorlesungen automatisch aufgezeichnet und live übertragen werden. Die Digitalisierung ermöglicht damit eine spontane Art der Informations- und Wissensaufnahme. Begeben Sie sich mit uns auf eine Reise und erleben Bildungsinhalte unserer Universität.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch im 1. Obergeschoss des Melanchthonianums.