Das Netzwerk digitale Hochschullehre in Sachsen-Anhalt (ehemalige AG E-Learning) bietet im WS 2017/2018 eine Webinarreihe an.
Ein Webinar (Web + Seminar) ist eine Veranstaltung, die live im Internet über den Browser stattfindet. Die Termine sind wie bei einer Präsenzveranstaltung vorab festgelegt und über einen Link erreichbar. Hochschulvertreter können ortsunabhängig einem Vortrag folgen und anschließend schriftlich im Chat oder mündlich per Mikrofon mitdiskutieren. Die Teilnehmenden von Webinaren benötigen lediglich einen Rechner mit Internetzugang sowie ein Headset (Ton und Mikrofon).
Im Wintersemester 2017/2018 wird sich die Webinarreihe dem Thema „Digitalisierung in der Lehre an Hochschulen in Sachsen-Anhalt“ widmen. Dabei richten sich die Vorträge und Diskussionen insbesondere an Lehrende, Studierende und MitarbeiterInnen zentraler Einrichtungen (Rechenzentren, E-Learning-Services, Zentren für Hochschuldidaktik, Bibliotheken, etc.) der Hochschulen Sachsens-Anhalts.
Insgesamt werden im Zeitraum von Oktober 2017 bis Februar 2018 sechs einstündige Webinare angeboten, wobei jede Verbundhochschule mit einem Beitrag vertreten ist. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der Termine und Themen.
Die Webinarreihe findet immer montags von 14.00-15.00 Uhr statt und ist unter folgendem Link erreichbar: https://webconf.vc.dfn.de/webinarreihe/ Für die Teilnahme am Webinar benötigen Sie einen Computer mit Headset (Kopfhörer und Mikrofon).
Gastbeitrag von Rike Braitmayer, Wissenschaftliche Hilfskraft am Zentrum für multimediales Lehren und Lernen
Das Ars Electronica Festival in Linz verbindet Kunst, Design, Technologie und Gesellschaft. Das diesjährige Ars Electronica Festival beschäftigte sich mit dem Thema „Artificial Intelligence – Das andere Ich“. Das Festival erstreckt sich auf verschiedenste Standorte in Linz, in denen unterschiedliche Ausstellungen, Vorträge, Workshops, Installationen, Performances, Filme und Animationen gezeigt wurden.
Das Futurelab der Ars Electronica versteht sich als eine Art Forschungs- und Entwicklungslabor, hier werden künstlerisch-wissenschaftliche Themen behandelt und Zukunftsszenarien erforscht. Die Ergebnisse des Futurelabs sind für alle zugänglich, ganz nach dem Motto: „Wissenschaft und Kunst für alle“. So gibt es auch die Ars Electronica Futurelab Academy – eine Plattform für die Zusammenarbeit zwischen der Ars Electronica und Universitäten der ganzen Welt. Hier ist beispielsweise auch das Projekt „Teaching City“ entstanden, wo städtische Probleme interaktiv veranschaulicht werden können. Oder im Deep Space, einem 8K-Kino, konnte man eine 3D-Visualisierung in Form einer virtuellen Rekonstruktion der Synagoge von Linz bestaunen.
Auch für die Jüngeren war viel Platz zum Experimentieren, Forschen und Ausprobieren. Bei dem „U19 Create your World“-Bereich wurden neue Projektformate ausprobiert und alternative Lernstrukturen getestet. Kinder konnten sich kreativ ausleben und mit Bausteinen und Elektronik tüfteln. Beim Open Lab war immer etwas los und es gab viel Platz für kreative Ideen – wie in der Zukunftswerkstatt über Kurzfilme informieren, spielerisch mehr über das politische Präsidentensystem erfahren, mit „Tinkerbots“, einem Baukasten mit dem man bewegte Modelle bauen, oder einen selbst gestalteten Roboter erstellen und programmieren kann. In diesem Workshop sind die unterschiedlichsten Alltagshelfer entstanden, ganz wie sich die Kids die Zukunft mit diesen vorstellen. Beim Ars Electronica Festival wurden auch schon die ganz Kleinen an die Themen der Zukunft herangeführt und ihnen spielerisch mit der Welt von morgen vertraut gemacht. Im Ars Electronica Center gibt es auch ein Kinderforschungslabor, wo sich die Kids mittels neuer Technologien mit Themen, wie Mensch und Maschine oder die Beziehung zwischen virtueller und realer Welten beschäftigen können.
Außerdem bietet das Ars Electronica Center noch das VRLab BrainLab, BioLab und das FabLab an, bei denen man spielerisch mehr über Gehirn, Pflanzen und virtuelle Welten erfahren kann. In den verschiedenen Laboren darf ausprobiert und getestet werden. So kann man sich mit einem digitalen Stift durch verschiedenste Städte interaktiv bewegen und Informationen über die Geschichte und die Nutzung der unterschiedlichen Gebäude und Plätze der Stadt erfahren. Beim Ars Electronica Festival wird Wissenschaft und Forschung somit für alle erlebbar und erfahrbar gemacht.
Im Rahmen des Verbundprojektes HET LSA wurde an den Hochschulen in Sachsen-Anhalt im Jahr 2013 das erste Netzwerk zu allen Aspekten der Digitalisierung gegründet. Zu diesem Zeitpunkt wurde es auf den Namen “AG E-Learning” getauft.
Doch in den vergangenen Jahren ist das Netzwerk gewachsen und unsere Website zeugt von einer weitaus größeren Vielfalt an Aufgaben. Daher entstand der Wunsch der Vergabe eines neuen Namens, welcher unseren mittlerweile breitgefächerten Aufgabenbereichen gerecht wird.
Wir möchten Sie um Ihre Unterstützung bei der Umbenennung der “AG E-Learning” bitten. Nach einer vorangegangenen internen Umfrage unter den VerbundmitarbeiterInnen ist eine Liste mit Namensvorschlägen eingereicht worden, auf welcher Sie für Ihren persönlichen Favoriten abstimmen können:
Haben Sie Interesse an einer Teilnahme an der Netzwerkarbeit im Rahmen der AG E-Learning? Eine Anmeldung ist mit Hilfe des Formulars unter diesem Link möglich.
Zu Beginn gleich eine erfreuliche Nachricht, falls Sie es noch nicht erfahren haben sollten: Das Verbundprojekt HET LSA wird weitere drei Jahre durch das BMBF gefördert, wodurch die Fortführung der “AG-Learning” an den Hochschulen in Sachsen-Anhalt gesichert ist.
Das entstandene landesweite Netzwerk von E-Learning-Akteuren wird erweitert und etabliert. Gleichermaßen erfolgt eine Fortsetzung der hochschulübergreifenden Entwicklung sowie des Transfers inhaltlicher und technischer Lösungen und eine Verstetigung des Erfahrungsaustausches zwischen Lehrenden und MitarbeiterInnen zentraler Einrichtungen.
Mit dem heutigen Blogbeitrag möchten wir Sie erstens über die aktuellen und kommenden Aktivitäten der „AG E-Learning“ informieren, welche zum WS 2017/2018 starten werden:
Präsentationen der AG E-Learning auf dem Regionalworkshop “Keine Insellösungen – Hochschulentwicklung und Professionalisierung der Lehre gemeinsam gestalten” am 28./29. September 2017 in Magdeburg;
Fortführung der Webinarreihe zum Thema “Konzepte und gute Praxis digitaler Hochschullehre in Sachsen-Anhalt”;
Erstellung und Durchführung von Qualifizierungsangeboten zu den Themen “Heterogenitätssensible Lehre gestalten” und “Planung und Gestaltung von Hochschulveranstaltungen mit digitalen Elementen”;
Célya Gruson-Daniel: MOOC for Free Education, CC BY 2.5
Seit ziemlich genau neun Jahren werden webbasierte, offene und kostenfreie Kurse, – sogenannte MOOCs (Massive Open Online Courses) – angeboten. Die kanadischen E-Learning-Experten, Stephen Downes und George Siemens, boten damals den ersten MOOC „Connectivism and Connective Knowledge“ an (weiterer Details siehe hier).
Als vor fünf Jahren, Professoren der Standford University drei Online-Kurse mit je über 100.000 registrierten TeilnehmerInnen ins Leben riefen, stand dem Aufschwung von MOOCs nichts mehr im Wege. Den ersten Kursplattformen in den USA – wie „Coursera“, „edX“, und „Udacity“ – folgten weltweit andere, wie beispielsweise in Deutschland die Plattform mooin (Fachhochschule Lübeck/ Oncampus).
MOOCs sind durch ihre stetig wachsende Anzahl mittlerweile zu einem globalen Phänomen geworden. Das US-amerikanische MOOC-Portal Class Center hat eine imponierende Liste mit dem Namen Massive List of MOOC Providers Around The World über die weltweit größten MOOC-Plattformen erstellt.
Laut Class Center haben in den letzten fünf Jahren über 700 Universitäten jeweils mindestens einen MOOC bereitgestellt. Während wir in der Regel die Angebote aus den USA und Deutschland/ Österreich wahrnehmen, gibt es ein großes Spektrum an MOOCs auch auf Spanisch, Französisch, Chinesisch, Russisch, Japanisch, Hindi uvm.
Hervorzuheben ist, dass die Zahl von MOOC-Anbietern ungenau ist, da Weiterbildungs- und Forschungsinstitute, die auch MOOCs anbieten, nicht aufgelistet sind.