Open@LLZ #8 – Elektronische Prüfungen an der Uni Halle als Alternative zum klassischen Format

An der Uni Halle wird zunehmend elektronisch geprüft. Seit 2013 führt das @LLZ elektronische Prüfungen durch und unterstützt Dozenten bei der Umsetzung. Seitdem sind stetig steigende Prüfungszahlen für elektronische Klausuren und Tests zu verzeichnen.

Dabei geht es nicht nur um Klausuren im Antwort-Wahl-Verfahren, sondern auch um viele freie Aufgabenformate.

Im nächsten Open@LLZ, am 21.11.2017, wollen wir die Entwicklung der letzten Jahre aufzeigen und mit aktuellen Praxisbeispielen den Fortgang für die nächsten Jahre skizzieren. Die Veranstaltung findet um 17 Uhr, am Von-Seckendorff-Platz 1, im Dachgeschoss, statt.

In kurzen 10-minütigen Slots berichten Dr. Peter Lindemann, Dr. Bettina Rahfeld, Dr. Martin Schattat, Dr. Julia Nitz und Prof. Dr. Michael Ritter über den Einsatz von Online-Klausuren und ihre praktischen Erfahrungen mit spezifischen Fragetypen im jeweiligen Fach.

Herr Prof. Dr. Josef Lukas stellt zudem sein neu erschienenes Handbuch zur Auswertung von Klausuren im Antwort-Wahl-Format vor, was als ideale Ergänzung zu Online-Tests und -Prüfungen gesehen werden kann.

Das Open@LLZ greift mit einem praxisnahen Austausch außerdem die Ergebnisse des im November letzten Jahres durchgeführten Kompetenzzirkels “elektronisch Üben, Testen und Prüfen” auf, indem Erfahrungsberichte zur Durchführung von Online-Tests und -Prüfungen die Diskussion über Fragetypen und Auswertung verschiedener Aufgabenformate anregen soll.

Weitere Informationen und das Anmeldeformular zur Veranstaltung finden Sie auf folgender Seite:

http://llz.uni-halle.de/veranstaltungen/open_llz/

Impressionen: 5. Vergabe der Zertifikate „Multimediale Lehre“

Am 19.10.2017 fand zum 5. Mal die Vergabe der Zertifikate „Multimediale Lehre“ im Rahmen einer feierlichen Abschlussveranstaltung am @LLZ statt.

In diesem Semester haben insgesamt vier Lehrende aus unterschiedlichen Fachbereichen erfolgreich das Zertifikatsprogramm „Multimediale Lehre“ absolviert. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die Erstellung eines Konzepts für eine multimedial gestützte Lehrveranstaltung. Dadurch soll die Reflexion und Anwendung der im Rahmen der besuchten Veranstaltungen erworbenen Kenntnisse auf die eigene Lehre unterstützt werden. Begleitet wird die Konzepterstellung durch verschiedene Feedbackphasen. Dazu gehören neben den Rückmeldungen und Diskussionen in der Abschlussveranstaltung auch das Peer-Feedback von den anderen Zertifikatsabsolventen sowie die Unterstützung durch die jeweiligen Fach-AG-Betreuer vor der Präsentation.

Dr. Astrid Fink stellte ein Blended Learning Konzept für das Seminar Medizinische Soziologie vor.

Aus London wurde Dr. Cornelia Linde per Videokonferenz zugeschaltet und konnte so von Ihrer Konzeption einer Einführungsveranstaltung zur lateinischen Paläographie des Mittelalters unter Einbindung von Elementen multimedialer Lehre berichten.

Susanne Siebholz gab einen interessanten Einblick in Ihre multimedial gestützte Lehrveranstaltung „Soziale Ungleichheit in Kindheit und Jugend“, die Sie im vergangenen Semester bereits umgesetzt hatte.

Steffen Schiele präsentierte eine Neukonzeption seiner Lehrveranstaltung „Informatikdidaktik AB“.

Herr Dr. Gerth gratuliert den Zertifikatsabsolventen (v.r.n.l. Susanne Siebholz, Dr. Astrid Fink, Steffen Schiele und Dr. Cornelia Linde)

Alle aktuellen Veranstaltungen, die im Rahmen des Zertifikats „Multimediale Lehre“ angeboten werden, finden Sie hier.

In aller Kürze: rechtliche Aspekte im E-Learning für Hochschullehrende

Die Berührungspunkte des E-Learning mit rechtlichen Themen sind vielfältig und ihre Relevanz nicht zu unterschätzen. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Entsprechend müssen bestimmte Aspekte beachtet werden, um zum einen die eigenen E-Learning-Angebote rechtssicher zu gestalten und Schaden von sich und den jeweiligen Beteiligten abzuwenden. Zum anderen können oder müssen eigene Ansprüche wahrgenommen und durchgesetzt werden.

Bereits seit geraumer Zeit informieren wir in unserem Wiki über rechtliche Aspekte im Zusammenhang mit E-Learning. Speziell für Lehrende haben wir unter anderem Kurzinformationen zu den Themenbereichen E-Vorlesung, E-Assessment und E-Plattform erarbeitet.

Diese liegen ab sofort auch als Flyer im CI des Verbundes HET LSA in digitaler sowie gedruckter Form vor und greifen zum Beispiel Fragen der Veröffentlichung und Verwendung fremden Materials sowie Datenschutzvorschriften auf.

 

Die Webversionen der Flyer können hier heruntergeladen werden:

Ausführliche Informationen zum Thema Recht im E-Learning finden Sie hier.

Berechnung ratekorrigierter Notengrenzen

Ergänzend zum Handbuch zur Auswertung von Prüfungen im Antwort-Wahl-Verfahren wurde vom Zentrum für multimediales Lehren und Lernen unter http://webapp.llz.uni-halle.de/notengrenzen/ eine Webseite zur Berechnung ratekorrigierter Notengrenzen erstellt. Das Onlinewerkzeug ermöglicht Prüfenden, bei Kombination verschiedener Aufgabentypen (Single Response, Multi Response, Zuordnungsaufgabe, Anordnungsaufgabe, Offene Aufgabe) und unter Berücksichtigung maßgeblicher Parameter (Antwortalternativen, Antwortmöglichkeiten, Flüchtigkeitsfehler) die ratekorrigierten Notengrenzen einer Prüfung auf einfache Weise zu berechnen. Dabei kann der Notenschlüssel an eigene Erfordernisse angepasst werden. Eine weitere nützliche Funktion: unten auf der Webseite wird ein Link erzeugt, über den die Berechnung später erneut aufgerufen oder mit anderen geteilt werden kann.

Beispielberechnung ratekorrigierter Notengrenzen für mehrere Aufgabentypen

Neu erschienen: Das Handbuch zur Auswertung von Prüfungen im Antwort-Wahl-Verfahren

(Gastbeitrag von Prof. Dr. Josef Lukas, Professor für Psychologie am Institut für Psychologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)

Seit langem angekündigt, mit Spannung erwartet und endlich erschienen: Das Handbuch von Josef Lukas, Andreas Melzer und Sören Much zur Auswertung von Klausuren im Antwort-Wahl-Verfahren (AW-Verfahren) steht ab sofort Interessierten unter der Adresse http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:gbv:3:2-66099 kostenlos zur Verfügung.

 

Lukas J., Melzer, A. & Much, S., unter Mitarbeit von S. Eisentraut (2017). Auswertung von Klausuren im Antwort-Wahl-Format

Zugriff unter http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:gbv:3:2-66099
ISBN 978-3-86829-873-4

 

Was als kurzes Manuskript zum sachgerechten Umgang mit Ratewahrscheinlichkeiten begann (motiviert vor allem durch weit verbreitete Missverständnisse und Fehlkonzepte bei Prüfenden und Prüfungsämtern), hat sich schließlich zu einem umfassenden Kompendium entwickelt, in dem die aktuellen Aufgabenformate von A-W-Verfahren und die wichtigsten Verfahren der Punktevergabe ausführlich besprochen und diskutiert werden. Das Handbuch gibt Prüfenden klare Handlungsanweisungen für die Praxis, u.a. zur Auswahl geeigneter Aufgabenformate, zur Vergabe von Punkten und zur Berücksichtigung der Ratewahrscheinlichkeit bei der Benotung von Prüfungsleistungen.

Diese Anweisungen beruhen auf einer detaillierten Analyse der testtheoretischen und kognitionspsychologischen Grundlagen, die im ersten Teil des Handbuches dargestellt werden. Damit liegt zum ersten Mal ein Leitfaden zur Auswertung von AW-Prüfungen vor, der nicht nur konkrete praktische Verfahren vermittelt, sondern diese auch im Einzelnen begründet. Ergänzt wird das Handbuch durch ein Onlinetool zur Berechnung ratekorrigierter Bestehens- und Notengrenzen.

Das Handbuch ist von Interesse sowohl für Prüfende als auch für alle mit Prüfungsfragen befasste Personen und Institutionen (Prüfungskommissionen, Prüfungsämter, Studiendekane usw.) – und nicht zuletzt auch für Prüflinge, die einen Anspruch auf eine faire und nachvollziehbare Bewertung ihrer Prüfungsleistung haben.

Zu den Autoren:

Prof. Dr. Josef Lukas ist Professor für Psychologie am Institut für Psychologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und war von 2014 – 2016 Geschäftsführender Direktor des Zentrums für multimediales Lehren und Lernen (@LLZ). Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören die Bereiche Wahrnehmungspsychologie, Kognitionspsychologie und Wissensdiagnostik.


Dr. Andreas Melzer hat während seiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentrum für multimediales Lehren und Lernen (@LLZ) über Auswertungsverfahren für Prüfungen mit multiple-response-Aufgaben auf der Grundlage der Signalentdeckungstheorie promoviert. Er ist derzeit als IT Consultant bei der Dögel IT Experts GmbH tätig.



Sören Much, M.Sc Psychologie, war ebenfalls wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentrum für multimediales Lehren und Lernen (@LLZ) und hat sich in seiner Masterarbeit mit probabilistischen Testmodellen zur Auswertung von Multiple-Choice-Klausuren beschäftigt. Derzeit ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Uni Leipzig tätig.

Kontakt: Prof. Dr. Josef Lukas, josef.lukas@psych.uni-halle.de

Erfolgreiche Umbenennung der „AG E-Learning“ in Sachsen-Anhalt!

Sie haben abgestimmt!

Am 31. August haben wir Sie aufgerufen, bei der Umbenennung der „AG E-Learning“ der Verbundhochschulen in Sachsen-Anhalt mitzuwirken. Wir möchten uns ganz herzlich für die zahlreiche Beteiligung (von 29 Personen) an der Abstimmung bedanken.

Das Ergebnis ist eindeutig!

48,3% aller Beteiligten haben sich für den Namen Netzwerk digitale Hochschullehre in Sachsen-Anhalt ausgesprochen. Auf den zweiten Platz, mit 17,2% der Stimmen, kam der Titel „Hochschulnetzwerk Digitalisierung Sachsen-Anhalt“. Eine Drittplatzierung konnte der Name „Hochschulnetzwerk E-Learning Sachsen-Anhalt“, mit 13,8% der Stimmen, erreichen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Name Netzwerk digitale Hochschullehre in Sachsen-Anhalt entspricht sehr genau unserer Arbeit. Diese zielt auf den Aufbau eines landesweiten E-Learning-Netzwerkes, bestehend aus Lehrenden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zentraler Einrichtungen an den Verbundhochschulen in Sachsen-Anhalt ab. Darüber hinaus steht folgende Leitfrage im Fokus: „Wie können Lehrende den Stellenwert der digitalen Lehr-, Lern- und Prüfungsformate in der Hochschullehre erkennen und deren Mehrwert für die eigene Lehre effektiv nutzen?”.

Aufnahme in die Netzwerkarbeit

Falls Sie Interesse an einer Teilnahme an der Arbeit im Rahmen des Netzwerkes digitale Hochschullehre in Sachsen-Anhalt haben, können Sie sich unter diesem Link registrieren.

Weitere Informationen:

Nicht nur kostenlos, sondern frei: Zehn Anlaufstellen für Bilder im Netz

Hinweis: Der Beitrag „Nicht nur kostenlos, sondern frei: Zehn Anlaufstellen für Bilder im Netz“ von David Pachali wurde auf irights.info unter der Creative Commons Namensnennung-Keine Bearbeitung Lizenz 2.0 Germany veröffentlicht.

Auf vielen Seiten sind Fotos und andere Bilder umsonst verfügbar. Doch zwischen „kostenlos“, „lizenzfrei“, „gemeinfrei“ und „frei lizenziert” gibt es einige Unterschiede. Zehn empfehlenswerte Quellen für freie Bilder im Netz.

Was kostenlos ist, weiß jeder, aber wann sind Inhalte eigentlich „frei“? Beide Begriffe bedeuten nicht zwingend dasselbe. Stehen Bilder unter freien Lizenzen, sind sie meist auch kostenlos, aber nicht immer. Doch kostenlose Inhalte sind nicht automatisch „frei“ – zum Beispiel, weil sie mit einschränkenden Nutzungsbedingungen versehen sind. Meistens verbirgt sich eines der drei folgenden Modelle hinter kostenlosen Foto-Angeboten:

„Lizenzfreie“ Inhalte

Der Begriff „lizenzfrei“ ist eine schiefe Übersetzung des englischen Ausdrucks royalty-free, was soviel heißt wie: frei von Tantiemen oder weiteren Nutzungsgebühren. Bei vielen Plattformen sind solche Fotos kostenlos erhältlich. Genau genommen schließt man meistens dennoch einen Lizenzvertrag, wenn man die Bilder verwendet – etwa über die Nutzungsbedingungen der Website, die dazu in der Regel weitere Vorgaben machen.

Daneben kann „lizenzfrei“ auch solche Bilder bezeichnen, die von klassischen Fotoagenturen zwar gegen Gebühr verkauft werden, bei denen aber nicht weiter eingeschränkt wird, wie die Bilder nach dem Kauf verwendet werden können. Diese Bilder können zum Beispiel zeitlich unbeschränkt oder mehrfach verwendet werden. Werben Webseiten mit „lizenzfreien“ Bildern, ist in jedem Fall ein genauer Blick in die Nutzungs- oder Lizenzbedingungen ratsam.

Gemeinfreie Inhalte

Mit dem Begriff „gemeinfrei“ oder public domain werden solche Werke bezeichnet, an denen keine Urheberrechte bestehen. Das kann unterschiedliche Gründe haben. Häufig sind die Rechte abgelaufen: Bei fotografischen Werken endet die Schutzfrist in Deutschland und anderen Ländern 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers. Kürzer ist sie bei einfachen Schnappschüssen, in denen keine schöpferische Leistung steckt. Dann sind sie 50 Jahre ab Veröffentlichung als „Lichtbild“ geschützt. Auch amtliche Werke wie etwa Gesetzestexte sind vom Urheberschutz ausgenommen, was für Fotos aber eher selten ist.

Bestehen noch Rechte an Fotos, können sie dennoch über „Creative Commons Zero“ (CC0, auch public domain dedication) zur Nutzung ohne weitere Bedingungen freigegeben werden. Im Ergebnis können sie wie gemeinfreie Werke verwendet werden. Auch wenn es keine Pflicht dazu gibt, so kann es empfehlenswert sein, gemeinfreie Inhalte und solche mit CC0-Freigabe bei Verwendung gesondert zu kennzeichnen.

Inhalte unter freien Lizenzen

Freie Lizenzen erlauben es, Werke unter bestimmten Bedingungen weiter zu nutzen, die der Urheber oder Rechteinhaber selbst festlegt. Am bekanntesten sind die Creative-Commons-Lizenzen, die aus standardisierten Lizenzbausteinen bestehen. Sie erlauben es, die Inhalte ohne Nachfrage zu nutzen, wenn bestimmte Bedingungen beachtet werden.

Es gibt unterschiedliche Anschauungen darüber, welche Varianten der Creative-Commons-Lizenzen wirklich als „frei“ gelten sollten. Einer gängigen Definition für „freie kulturelle Werke“ zufolge sollte man sie bearbeiten und auch kommerziell nutzen dürfen. Unter dem Begriff „Open Content“ werden die eher freizügigen und die eher restriktiven Lizenzvarianten zusammengefasst.

In diesem Beitrag stellt iRights.info zehn Anlaufstellen für gemeinfreie Bilder und Bilder unter Creative-Commons-Lizenzen vor. Wer noch mehr will: Mehr als hundert Quellen haben die Mitwirkenden der Wikipedia zusammengetragen.

1. Wikimedia Commons

Plakat: 'Hallo 18 - 25: Wählen dürfen, heißt ändern können. Heinrich Köppler, 44, CDU.'

Screenshot: Wikimedia Commons.

Mit gut 39 Millionen Bilddateien gehört Wikimedia Commons zu den wichtigsten Anlaufstellen für freie Bilder. Die Qualität ist bei der Vielzahl an Inhalten durchmischt, aber wer sucht, wird meistens fündig. Durch Kooperationen mit weiteren Einrichtungen sind einige besonders interessante Sammlungen bei Wikimedia Commons verfügbar – zum Beispiel aus dem Bundesarchiv, der Deutschen Fotothek oder dem Fundus der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Die bei Wikimedia Commons hochgeladenen Inhalte stehen zum Großteil unter Creative-Commons-Lizenzen oder sind gemeinfrei. Die Beschreibungsseite der jeweiligen Datei zeigt das im Detail. Beim Weiterverwenden der Inhalte hilft die Seite lizenzhinweisgenerator.de:Wird der Link zu einer Wikipedia- oder Bildseite dort eingefügt, zeigt das Werkzeug die nötigen Angaben an.

2. Creative Commons bei Flickr

Screenshot: flickr.com

Screenshot: flickr.com

Bei Flickr erlaubt es die erweiterte Suche, die Ergebnisse auf frei verwendbare Bilder einzugrenzen. Etwa zwei Drittel der auf Flickr unter Creative-Commons-Lizenzen veröffentlichten Bilder sind mit dem Baustein „keine kommerzielle Nutzung“ (Non-commercial, NC) versehen. Was darunter zu verstehen ist, ist nicht immer eindeutig. Es empfiehlt sich, Inhalte mit dieser Bedingung nur dann zu verwenden, wenn es sich ohne Zweifel um nicht-kommerzielle Nutzungen handelt.

Flickr hat auch eine eigene „Commons“-Rubrik mit Suchfunktion. Dort sind Fotos und andere digitalisierte Inhalte versammelt, an denen keine Urheberrechte mehr bestehen. Sie stammen von Archiven, Museen und weiteren Organisationen, die am Programm teilnehmen – etwa der British Library, der Library of Congress oder der NASA.

3. Openclipart

Screenshot: Wikimedia Commons

Screenshot: openclipart.org

Nicht jedes Dokument und jede Einladung muss mit Cliparts versehen werden, die Plattform Openclipart aber bietet unter den gut 130.000 Bildern zahlreiche gut gestaltete Illustrationen zur Weiterverwendung an. Die Bilder gibt es als Vektor-, Bild- oder PDF-Datei; alle Illustrationen wurden von den Gestaltern mit der CC-Zero-Freigabe versehen. Jeder kann sie also ohne weitere Bedingungen auf beliebige Weise weiterverwenden.

4. Internet Archive

Screenshot: archive.org

Screenshot: archive.org

Das von Brewster Kahle gegründete Internet Archive ist eine digitale Universalbibliothek, die neben Büchern, Videos oder Computerspielen auch digitalisierte Illustrationen und Fotos sammelt. Bei den Lizenzen lohnt ein genauer Blick auf die jeweiligen Detailseiten, da neben gemeinfreien und frei lizenzierten Werken auch solche Inhalte zu finden sind, die zumindest in europäischen Ländern nicht ohne weiteres verwendet werden können.

Um die erweiterte Suche sinnvoll benutzen zu können, empfiehlt sich jedoch fast ein Grundkurs in Informationswissenschaften, denn es können relativ komplexe Suchabfragen nötig werden. Dennoch lasssen sich im Internet Archive einige Entdeckungen machen: digitale Ausgaben von „Little Memo“-Comics seit 1905 etwa oder Illustrationen von See-Ungeheuern aller Art.

5. Library of Congress: Prints & Photographs Catalog

Screenshot: archive.org

Screenshot: archive.org

Über den Katalog für Drucke und Fotografien der Library of Congress sind viele Werke und Sammlungen der Bibliothek auch digitalisiert verfügbar. Ein großer Teil davon, aber nicht alle Inhalte sind gemeinfrei, teilweise ist die Rechtelage auch nicht ganz eindeutig – ein Blick auf die Detailbeschreibungen und die Informationen der Library of Congress gibt Hinweise.

6. Pixabay

Screenshot: pixabay.com

Screenshot: pixabay.com

Auf Pixabay finden sich derzeit gut 1,2 Millionen Bilder. Die Plattform aus Ulm versteht sich als kostenlose, aber hochwertige Alternative zu Stockfoto-Anbietern, deren typischer Ästhetik viele der dort veröffentlichten Bilder folgen. Die einzelnen Bilder lassen sich durch die CC0-Freigabe ohne weitere Bedingungen verwenden; zusätzlich blendet der Bezahldienst Shutterstock eigene Fotos als Werbung ein. Weitere Informationen finden sich in den Nutzungsbedingungen.

7. Creative Commons bei 500px

Screenshot: 500px.com

Screenshot: 500px.com

Ähnlich wie Flickr versteht sich 500px aus Kanada als Foto-Community und bietet Fotografen unter anderem Verkaufsfunktionen für ihre Bilder. Die Suchergebnisse lassen sich auf unterschiedliche Creative-Commons-Lizenzen oder die CC0-Freigabe einschränken. Gut 850.000 Bilder sind entsprechend freigegeben. Das sind zwar deutlich weniger als bei Flickr, allerdings sind sie oftmals gut ausgewählt.

8. Open Access bei The Met

Screenshot: metmuseum.org

Screenshot: metmuseum.org

Das New Yorker Metropolitan Museum gilt als größtes Kunstmuseum der USA, einen Teil seiner Sammlung hat das Met digitalisiert und online verfügbar gemacht. Anfang 2017 hat das Museum ein Open-Access-Programm gestartet und vormals geltende Beschränkungen bei der weiteren Verwendung weitgehend abgeschafft. Derzeit sind gut 210.000 von knapp 450.000 Einträgen im Onlinekatalog mit der CC0-Freigabe gekennzeichnet.

9. Google-Bildersuche

Screenshot: google.com

Screenshot: google.com

Im Unterschied zu komplexen Werkzeugen wie der Suche des Internet Archive verspricht die Google-Bildersuche zwar mehr Komfort und lässt sich als Workaround einsetzen. Mit der allgemeinen Websuche kann die Bildersuche aber nicht mithalten: Viele freie Inhalte im Netz scheinen die Googlebots bislang übersehen zu haben. Die Auswahl zu den Nutzungsrechten führt auf diejenigen Bilder, die zur Verwendung freigeben sind und entspricht den verschiedenen Lizenzbausteinen von Creative Commons.

Auch „CC Search“ von Creative Commons oder der Dienst Visualhunt arbeiten an einer plattformübergreifenden Suche für freie Bilder. Da es sich um frühe, teils fehlerbehaftete Versionen handelt, sind sie jedoch nur eingeschränkt zu empfehlen.

10. Kleine Foto-Websites und -Blogs

Screenshot: foodiesfeed.com

Screenshot: foodiesfeed.com

Neben den großen Plattformen bieten kleinere Seiten wie Publicdomainarchive.com eine zwar übersichtliche, aber moderne Auswahl an Fotos. Auch zahlreiche Fotografen unterhalten eigene Seiten und Blogs mit freien Bildern, etwa MMT von Jeffrey Bets oder „Cupcake“ von Nilsson Lee (beide mit CC0-Freigabe). Die Seite Magdeleine präsentiert jeden Tag ein ausgewähltes Foto unter CC0-Freigabe oder einer der CC-Lizenzen. Foodiesfeed sammelt frei nutzbare Essensfotos, nach eigenen Angaben finden sich rund 800 Bilder auf der Seite. Fotos unter der CC0-Freigabe eignen sich gut etwa zum Einsatz in Software, Apps oder Themes, da die Verwendung nicht durch zusätzliche Bedingungen eingeschränkt wird.

Fehler auch bei freien Lizenzen möglich

Zu guter Letzt: Bei allen hier erwähnten Anlaufstellen gibt es keine hundertprozentige Sicherheit, dass man die Fotos stets so verwenden darf wie gedacht. Lizenzangaben können beispielsweise unzutreffend sein, weil Nutzer nicht über die nötigen Rechte verfügen, um eine freie Lizenz zu vergeben. Vereinzelt tauchen solche fehlerhaft als frei ausgewiesenen Inhalte auf manchen Plattformen auf.

Verfügt der Lizenzgeber nicht über die nötigen Rechte, laufen auch die Befugnisse aus den Creative-Commons-Lizenzen leer. Das ist keine Besonderheit freier Lizenzen, denn das Urheberrecht kennt keinen „gutgläubigen Erwerb“ von Nutzungsrechten. Auch das von freien Lizenzen nicht abgedeckte Recht am eigenen Bild kann ins Spiel kommen, wenn sich etwa zeigen sollte, dass eine abgebildete Person nicht mit der Aufnahme einverstanden war.

Mehr Informationen über freie Inhalte und ihre Verwendung finden sich im iRights.info-Dossier zum Thema Creative Commons. Weitere Rechtsfragen behandelt unter anderem der Praxisleitfaden zur Nutzung von Creative-Commons-Lizenzen.

Dieser Beitrag erschien zuerst am 27.3.2014. Er wurde im September 2017 aktualisiert, um neue Websites und Dienste für freie Inhalte zu berücksichtigen. Kommentare können sich auf eine alte Version des Beitrags beziehen.

 

Webinarreihe zur Digitalisierung in der Lehre an den Hochschulen in Sachsen-Anhalt

Das Netzwerk digitale Hochschullehre in Sachsen-Anhalt (ehemalige AG E-Learning) bietet im WS 2017/2018 eine Webinarreihe an.

Ein Webinar (Web + Seminar) ist eine Veranstaltung, die live im Internet über den Browser stattfindet. Die Termine sind wie bei einer Präsenzveranstaltung vorab festgelegt und über einen Link erreichbar. Hochschulvertreter können ortsunabhängig einem Vortrag folgen und anschließend schriftlich im Chat oder mündlich per Mikrofon mitdiskutieren. Die Teilnehmenden von Webinaren benötigen lediglich einen Rechner mit Internetzugang sowie ein Headset (Ton und Mikrofon).

Im Wintersemester 2017/2018 wird sich die Webinarreihe dem Thema „Digitalisierung in der Lehre an Hochschulen in Sachsen-Anhalt“ widmen. Dabei richten sich die Vorträge und Diskussionen insbesondere an Lehrende, Studierende und MitarbeiterInnen zentraler Einrichtungen (Rechenzentren, E-Learning-Services, Zentren für Hochschuldidaktik, Bibliotheken, etc.) der Hochschulen Sachsens-Anhalts.

Insgesamt werden im Zeitraum von Oktober 2017 bis Februar 2018 sechs einstündige Webinare angeboten, wobei jede Verbundhochschule mit einem Beitrag vertreten ist. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der Termine und Themen.

Die Webinarreihe findet immer montags von 14.00-15.00 Uhr statt und ist unter folgendem Link erreichbar: https://webconf.vc.dfn.de/webinarreihe/
Für die Teilnahme am Webinar benötigen Sie einen Computer mit Headset (Kopfhörer und Mikrofon).

 

 

Webinarreihe HET LSA

Ars Electronica Festival 2017

Gastbeitrag von Rike Braitmayer, Wissenschaftliche Hilfskraft am Zentrum für multimediales Lehren und Lernen

Das Ars Electronica Festival in Linz verbindet Kunst, Design, Technologie und Gesellschaft. Das diesjährige Ars Electronica Festival beschäftigte sich mit dem Thema „Artificial Intelligence – Das andere Ich“. Das Festival erstreckt sich auf verschiedenste Standorte in Linz, in denen unterschiedliche Ausstellungen, Vorträge, Workshops, Installationen, Performances, Filme und Animationen gezeigt wurden.

Das Futurelab der Ars Electronica versteht sich als eine Art Forschungs- und Entwicklungslabor, hier werden künstlerisch-wissenschaftliche Themen behandelt und Zukunftsszenarien erforscht. Die Ergebnisse des Futurelabs sind für alle zugänglich, ganz nach dem Motto: „Wissenschaft und Kunst für alle“. So gibt es auch die Ars Electronica Futurelab Academy – eine Plattform für die Zusammenarbeit zwischen der Ars Electronica und Universitäten der ganzen Welt. Hier ist beispielsweise auch das Projekt „Teaching City“ entstanden, wo städtische Probleme interaktiv veranschaulicht werden können. Oder im Deep Space, einem 8K-Kino, konnte man eine 3D-Visualisierung in Form einer virtuellen Rekonstruktion der Synagoge von Linz bestaunen.

Auch für die Jüngeren war viel Platz zum Experimentieren, Forschen und Ausprobieren. Bei dem „U19 Create your World“-Bereich wurden neue Projektformate ausprobiert und alternative Lernstrukturen getestet. Kinder konnten sich kreativ ausleben und mit Bausteinen und Elektronik tüfteln. Beim Open Lab war immer etwas los und es gab viel Platz für kreative Ideen – wie in der Zukunftswerkstatt über Kurzfilme informieren, spielerisch mehr über das politische Präsidentensystem erfahren, mit „Tinkerbots“, einem Baukasten mit dem man bewegte Modelle bauen, oder einen selbst gestalteten Roboter erstellen und programmieren kann. In diesem Workshop sind die unterschiedlichsten Alltagshelfer entstanden, ganz wie sich die Kids die Zukunft mit diesen vorstellen. Beim Ars Electronica Festival wurden auch schon die ganz Kleinen an die Themen der Zukunft herangeführt und ihnen spielerisch mit der Welt von morgen vertraut gemacht. Im Ars Electronica Center gibt es auch ein Kinderforschungslabor, wo sich die Kids mittels neuer Technologien mit Themen, wie Mensch und Maschine oder die Beziehung zwischen virtueller und realer Welten beschäftigen können.

Außerdem bietet das Ars Electronica Center noch das VRLab BrainLab, BioLab und das FabLab an, bei denen man spielerisch mehr über Gehirn, Pflanzen und virtuelle Welten erfahren kann. In den verschiedenen Laboren darf ausprobiert und getestet werden. So kann man sich mit einem digitalen Stift durch verschiedenste Städte interaktiv bewegen und Informationen über die Geschichte und die Nutzung der unterschiedlichen Gebäude und Plätze der Stadt erfahren. Beim Ars Electronica Festival wird Wissenschaft und Forschung somit für alle erlebbar und erfahrbar gemacht.

Bitte um Mitwirkung: Umbenennung der AG E-Learning HET LSA

Im Rahmen des Verbundprojektes HET LSA wurde an den Hochschulen in Sachsen-Anhalt im Jahr 2013 das erste Netzwerk zu allen Aspekten der Digitalisierung gegründet. Zu diesem Zeitpunkt wurde es auf den Namen “AG E-Learning” getauft.

Doch in den vergangenen Jahren ist das Netzwerk gewachsen und unsere Website zeugt von einer weitaus größeren Vielfalt an Aufgaben. Daher entstand der Wunsch der Vergabe eines neuen Namens, welcher unseren mittlerweile breitgefächerten Aufgabenbereichen gerecht wird.

Wir möchten Sie um Ihre Unterstützung bei der Umbenennung der “AG E-Learning” bitten. Nach einer vorangegangenen internen Umfrage unter den VerbundmitarbeiterInnen ist eine Liste mit Namensvorschlägen eingereicht worden, auf welcher Sie für Ihren persönlichen Favoriten abstimmen können:

LINK ZUR ABSTIMMUNG

Haben Sie Interesse an einer Teilnahme an der Netzwerkarbeit im Rahmen der AG E-Learning? Eine Anmeldung ist mit Hilfe des Formulars unter diesem Link möglich.