save the date: Tage der Lehre in den Fakultäten 2016

Vom 11. Oktober bis 2. November 2016 finden an der Uni Halle Tage der Lehre in den Fakultäten statt. Damit werden an der MLU bereits zum dritten Mal vielfältige kostenfreie hochschuldidaktische Veranstaltungsangebote und -formate vom Verbundprojekt HET LSA organisiert.

Den offiziellen Auftakt bildet ein Empfang am 24. Oktober 2016, in dessen Rahmen eine Keynote zum Thema „Heterogenität in der Hochschule“ stattfinden sowie der @ward – Preis für multimediales Lehren und Lernen der MLU verliehen wird.

Die Tage der Lehre in den Fakultäten richten sich mit Vorträgen, Präsentationen und Workshops an Lehrende, MitarbeiterInnen sowie interessierte Studierende der MLU und sollen Gelegenheit für fakultätsbezogenen Austausch, Diskussion und Vernetzung zu Fragestellungen guter Lehre und gelungenen Lernens bieten.

Eine enge Abstimmung und Kooperation mit Vertreterinnen und Vertretern einzelner Fakultäten und Fachschaften ermöglichte es, in diesem Jahr ein Programm zu präsentieren, das mit verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten und Formaten auf die Spezifika der jeweiligen Fakultäten eingeht:

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Übersicht über das vorläufige Programm der Tage der Lehre in den Fakultäten 2016.

Die Tage der Lehre in den Fakultäten schließen am 02. November 2016 in den Naturwissenschaftlichen Fakultäten. Zugleich findet ein Kompetenzzirkel zum Thema „elektronisch Üben, Testen und Prüfen“ statt, zu dem Lehrende aller Verbundhochschulen eingeladen sind, die bereits Erfahrungen mit E-Assessment gesammelt haben.

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie in Kürze unter http://tagderlehre.uni-halle.de/.

Pokémon fangen mit ILIAS!

Vielleicht nicht ganz… aber ein Pokéstop-Äquivalent als Lernort einzurichten ist sehr einfach mit dem Lernorte-Plug-in und der zugehören App in ILIAS möglich.

Screenshot: Spieler-Avatar befindet sich an einem Pokéstop

Screenshot: Spieler-Avatar befindet sich an einem Pokéstop

Pokémon GO ist in aller Munde, sicherlich vielen inzwischen ein Begriff und das Spielprinzip in Grundzügen vertraut (hier eine kurze Einführung auf Wikipedia). Neben Augmented Reality verwendet das Spiel die GPS-Daten des Smartphones, um den Spieler-Avatar in eine virtuelle Karte seiner Umgebung zu projizieren. In dieser Karte können zufällig generierte Pokémon gefangen werden, was eine ungeheure Motivation bei Spielern erzeugt, dafür zum Teil weite Strecken zurückzulegen.

Für das (situierte) Lernen interessant sind die sog. Pokéstops. Das sind item drops, also Orte, an denen Spieler Gegenstände wie Pokébälle und Tränke erhalten. Sie sind per GPS-Koordinaten mit Sehenswürdigkeiten, öffentlichen Gebäuden und anderen markanten Orten verknüpft und können ausgelöst werden, wenn sich der Spieler mit seinem Smartphone an dem realen Ort befindet.

Das gleiche Prinzip macht sich das Lernorte-Plug-in von ILIAS mit der zugehörigen App zunutze. Das Plug-in und die preisgekrönte App wurden an der Universität Hohenheim entwickelt und ermöglichen situiertes Lernen mit multimedialer Unterstützung. Die Lehrenden legen in ILIAS über die Angabe von GPS-Koordinaten Lernorte („Points of Learning“) an und ordnen diesen dann Lernmaterialien wie Bilder, Videos oder Tests zu. Es können auch Abgabeordner für Artefakte, die im Zuge der Aufgabenbearbeitung entstehen, angelegt werden. Die Aufgaben werden erst dann automatisch freigeschaltet, wenn sich der Lernende mit seinem GPS-fähigen Smartphone und der darauf installierten App im definierten Radius des Lernortes befindet.

Screenshot: Lernort in ILIAS anlegen

Screenshot: Lernort in ILIAS anlegen

Die Lernenden begeben sich also körperlich (und nicht nur im Geiste) zu dem Ort, an, von oder über den sie lernen wollen. Der Realitätsbezug ist unmittebar gegeben und das Lern- bzw. Forschungsobjekt mit den eigenen Sinnen wahrnehmbar. Da die Lernenden in diesem Fall das Smartphone oder Tablet zwangsläufig bei sich haben, können auch dessen Funktionen genutzt werden, um vor Ort Daten zu erfassen, Fotos oder Videos zu erstellen und diese dann zum Lernort-Ordner in ILIAS hochzuladen.

An der Universität Hohenheim wird die Lernorte-App im Weinbau eingesetzt (ausführlich vorgestellt z. B. im Online-Event auf e-teaching.org; mp4). An der JLU Gießen wird ein Projekt im Fachbereich Soziologie zum Thema Migration zum Einsatz der Lernorte-App durchgeführt. Denkbar sind auch Anwendungen in den Fachgebieten Geographie, Archäologie, Botanik, Rechtsgeschichte, Architektur, Städtebau usw.

Wichtig für den erfolgreichen Einsatz ist neben den technischen Vorbedingungen vor allem die Relevanz der Anschauung vor Ort gegenüber dem Studium sekundärer Quellen wie Fotos und Text, da sonst für die Lernenden der zusätzliche Aufwand, sich vor Ort zu begeben, nicht einsichtig sein mag.

Positiver Nebeneffekt: die Studierenden unterbrechen ihre überwiegend sitzende Tätigkeit und laufen vorbeugend für ihre Gesundheit, ganz nach dem Motto “Nichts wie raus und GO!”.

Nachkorrektur von Prüfungsfragen in ILIAS beschleunigt und erleichtert die Kontrolle von Freitextaufgaben

Seit 2013 wird ILIAS an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg als zentrales System zur Durchführung digitaler Prüfungen verwendet. Eine häufig genutzte Funktion des Systems besteht darin, Aufgaben im Antwort-Wahl-Verfahren, mit zuvor eingegebenen Antwortmöglichkeiten, umzusetzen. Die Vorgabe aller richtigen Antwortoptionen, für eine automatische Auswertung, ist jedoch nicht für alle Prüfungsinhalte geeignet.

Bei Verwendung von Aufgaben mit einer offenen Antworteingabe ist es meist nicht möglich, alle richtigen Lösungen für eine automatische Auswertung vorherzusehen. Alternative Schreibweisen, Umschreibungen, ergänzende Hinweise oder gar Rechtschreibfehler müssen zudem als gültige Antworten berücksichtigt werden.

Mit der ILIAS-Funktion „Nachkorrektur“ ist eine Bewertung richtiger, aber ursprünglich nicht vorgegebener Antworten, auch während des Korrekturprozesses unter minimalem Kontrollaufwand durchführbar. Hierbei wird im Anschluss der Klausur eine ergänzende Aufnahme von Antwortalternativen zu jeder Frage über eine übersichtliche Zusammenfassung aller Antworten ermöglicht.

Nachfolgender Screenshot zeigt die Auswertung einer Lückentextfrage während der Korrektur. Rechts sind tabellarisch alle gegebenen Antworten für eine Frage aufgeführt.

Beispiel einer Nachkorrektur innerhalb des ILIAS-Testobjekts

Über die Vergabe von Punkten und der “Add”-Schaltfläche, lassen sich Eingaben als richtige Antwort übernehmen. Das System trägt die Punkte anschließend für jeden Teilnehmer mit dieser Antwort automatisch nach. Die Antworten sind gut lesbar, es gibt keine Unsicherheiten aufgrund unleserlicher Handschrift, die Bewertung erfolgt annonymisiert.

Es ist so möglich, viele Klausurfragen, die sonst nur im Papierformat genutzt wurden, lückenlos in die digitale Form zu überführen und anschließend in einem Bruchteil der Zeit zu kontrollieren.

Die Nutzung der Nachkorrektur wird zusätzlich durch alle bestehenden Vorteile einer E-Klausur an der Uni Halle ergänzt. Dies sind z.B.:

  • Option zum Mischen von Fragen und Antwortoptionen
  • automatische und manuelle Auswertung von Fragen
  • umfangreiche adhoc Statistiken
  • standardisiertes Format der Fragen
  • übersichtliches Review der gegebenen Antworten
  • transparenter und erheblich beschleunigter Bewertungsprozess

Informieren Sie sich über die Durchführung einer E-Klausur jederzeit über Ihre fachbezogenen Ansprechpartner am LLZ, im Rahmen der angebotenen Schulungen, über das Wiki oder hier in diesem Blog. Digitalisieren und optimieren Sie Ihren schriftlichen Prüfungsprozess.

Was haben ELCH und LÖWE gemeinsam?

@wardWährend in freier Laufbahn diese majestätischen Tiere nie aufeinander antreffen würden, konnten sich der ELCH der Universität Graz mit dem @ward-Löwen der Martin-Luther-Universität ein Stück näher kommen. Beide stehen für eine Auszeichnung für Projekte im Bereich multimediales Lehren und Lernen.

Während meines Weiterbildungsaufenthaltes im Rahmen der ERASMUS+ Personalmobilität durfte ich die E-Learning-Strukturen an der Universität Graz näher kennenlernen. Dafür habe ich das Team der Akademie für Neue Medien und Wissenstransfer eine Woche lang bei Ihrer Arbeit begleitet.

Aus Sicht einer Mediendidaktikerin ist es eine wertvolle Erfahrung beobachten zu können, welche Konzepte und Rahmenbedingungen für das multimediale Lehren und Lernen an einer Partneruniversität existieren. Diese sind an der Uni-Graz seit 2014 in einer E-Learning-Strategie verfasst worden.

Was die Umsetzung von Maßnahmen anbetrifft konnte ich viele Parallelen zu unserer Arbeit am @LLZ beobachten. Als Serviceleistung beider Universitäten werden Vorlesungsaufzeichnungen mit automatisierten Systemen angeboten, um das individuelle Lernen der Studierenden zu ermöglichen.

Aula der Uni-Graz

Aula der Uni-Graz

Lehrende können sich an beiden Hochschulen für den Einsatz von Technologien in der Hochschullehre fortbilden. An der Uni-Halle wird das Zertifikat Multimediale Lehre semesterweise angeboten. An der Uni-Graz das Zertifikat eDidaktics, welches in Kooperation mit allen Hochschulen des Lands Steiermark entstanden und getragen wird.

Und schließlich möchte ich auch auf Österreichs erste MOOC-Plattform iMOOX hinweisen, die von der Karl-Franzens-Universität Graz und der Technischen Universität Graz gegründet wurde mit dem Anspruch, „Bildung für alle“ zu ermöglichen.

Ich möchte mich ganz herzlich bei den Mitarbeiterinnen des International Office der MLU, bei allen Grazer Kolleginnen und Kollegen und insbesondere bei Dr. Elke Lackner für die Aufnahme und die Organisation der Woche bedanken!

 

Im Gespräch mit Dr. Kerstin Völkl zum Zertifikat „Multimediale Lehre“

Seit Januar 2015 werden alle Weiterbildungsangebote des @LLZ im Rahmen des Zertifikats „Multimediale Lehre“ angeboten. Ziel der Veranstaltungen des Zertifikats ist es, die Teilnehmer anzuregen, Ideen zur Integration von Multimedia und E-Learning in ihrer Lehre zu entwickeln, um diese flexibler, effizienter oder abwechslungsreicher gestalten zu können.

Im gemeinsamen Gespräch mit Frau Dr. Kerstin Völkl erhalten wir einen Einblick in die Teilnehmerinnensicht einer Lehrenden, die bereits 2015 erfolgreich das Zertifikat erworben hat.

Dr. Kerstin Völkl

Dr. Kerstin Völkl

Frau Völkl, Sie haben das vom @LLZ angebotene Zertifikat “Multimediale Lehre” gleich in der ersten Runde 2015 und innerhalb eines Semesters erworben. Weshalb haben Sie sich dazu entschlossen und wie ließ sich das organisatorisch mit Ihrer Tätigkeit im Lehrbereich „Methoden der Politikwissenschaft“ vereinbaren?
Zunächst möchte ich berichtigen, dass ich das Zertifikat nicht innerhalb eines Semesters erworben habe. Ich hatte bereits 2013 und 2014 ein paar Weiterbildungsangebote des LLZ im Multimediabereich besucht. Die Einführung des Zertifikats zu Beginn des Jahres 2015 war dann Anlass für mich, noch weitere Workshops zu besuchen. Ein wesentlicher Grund für die Teilnahme an diesen war, dass ich mich über die verschiedenen Möglichkeiten informieren wollte, wie man E-Learning didaktisch sinnvoll in der Lehre einsetzen kann. Was die Integration der Workshops in den regulären Lehr- und Forschungsalltag betrifft, war ich froh, dass ich nicht alle Termine in einem Semester unterbringen musste.

Wie würden Sie das Zertifikatsprogramm insgesamt beurteilen (was hat Ihnen besonders gut gefallen, was weniger)?
Sehr gut gefallen haben mir das vielfältige Workshop-Angebot sowie das Kennenlernen und der Austausch mit Kollegen aus ganz unterschiedlichen Fachdisziplinen. Optimierungsbedarf besteht m. E. darin, inhaltliche Überschneidungen bei einigen Workshops zu minimieren.

Welche zentralen Erkenntnisse haben Sie im Rahmen des Zertifikatsprogramms für sich gewonnen und inwieweit wirken sich diese auf die Gestaltung Ihrer Lehre aus?
Ich habe die Erkenntnis gewonnen, dass E-Learning viele Chancen bietet, aber zugleich auch Grenzen hat und kein vollständiger Ersatz für die Präsenzlehre ist. In diesem Sinne gestalte ich seitdem die Lehre und ergänze die Präsenzsitzungen um E-Learning-Einheiten.

Wie beurteilen Sie den Aufbau und die Struktur des Zertifikats aus Teilnehmerinnensicht? Welche Elemente halten Sie für besonders sinnvoll? Gibt es Inhalte, die Ihnen (entweder) gefehlt haben oder sekundär erschienen?
Den Aufbau und die Struktur des Zertifikats halte ich für sehr gelungen. Im Pflichtbereich werden die wesentlichen Grundlagen vermittelt. Der Wahlbereich ermöglicht es einem, individuelle Schwerpunkte je nach Interesse und Einsatzmöglichkeiten in der jeweiligen Fachdisziplin zu setzen. Und die Erarbeitung eines Multimedia-Konzeptes für eine Lehrveranstaltung erfordert es, das Gelernte anzuwenden.

Würden Sie das Schulungs- und Zertifikatsangebot des @LLZ anderen Lehrenden empfehlen?
Auf jeden Fall.

Konnten Sie Ihr im Rahmen des Zertifikatsprogramms entwickeltes Lehrveranstaltungskonzept bereits in die Praxis umsetzen? Wenn ja, welche Erfahrungen haben Sie dabei gesammelt (waren z. B. Anpassungen notwendig)?
Die Umsetzung ist gerade in vollem Gang. Meine ersten Erfahrungen sind, dass man eine gewisse Flexibilität mitbringen muss. Das heißt, nicht alles, was man in der Theorie für sinnvoll erachtet hat, stellt sich auch in der Praxis als sinnvoll heraus. Generell ist der Zeitaufwand nicht zu unterschätzen, den die Integration von Multimedia-Aspekten für die Lehrvorbereitung bedeutet.

Nehmen Sie auch an anderen hochschuldidaktischen Veranstaltungen teil?
Vor dem Zertifikat für Multimediale Lehre hatte ich bereits das Zertifikat für Hochschuldidaktik erworben. Beide Angebote stellen m. E. eine gegenseitige Ergänzung dar, ohne sich inhaltlich allzu stark zu überschneiden. Beispielsweise lassen sich große Veranstaltungen u. a. durch den Einsatz von Multimedia aktivierend gestalten.

Frau Völkl, vielen Dank für das Interview!

In diesem Semester besteht noch die Möglichkeit folgende Veranstaltungen zu besuchen:

Die einzelnen Veranstaltungen können auch unabhängig vom Erwerb des Zertifikats besucht werden. Bereits besuchte Schulungen können im Rahmen des Zertifikates anerkannt werden.

Ende September werden dann die Termine für das WS 2016/17 bekannt gegeben. Alle aktuellen Termine finden Sie hier.

Impressionen von der Langen Nacht der Wissenschaften 2016

Zur Langen Nacht der Wissenschaften am 01. Juli 2016 präsentierte das @LLZ unter dem Thema „Ozeane und Meere“ vielfältige Möglichkeiten des Einsatzes moderner Medien und multimedialer Angebote in der Hochschullehre. Im Kontext Lehre konnten zahlreiche Besucher erleben, wie digitale Lehre die Universität der Zukunft gestaltet.

Sie nutzen Multimedia in der Lehre oder arbeiten an einem Konzept dafür? Dann bewerben Sie sich für den @ward!

In diesem Jahr wird zum dritten mal der @ward – Preis für multimediales Lehren und Lernen von der MLU verliehen. Dieser Preis soll das besondere Engagement der Lehrenden in der Entwicklung und im Einsatz multimedialer Lehrkonzepte und -methoden fördern und honorieren.

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Der @ward wird zum einen für eine durchgeführte multimedial gestützte Lehrveranstaltung (aus dem WS 15/16 oder SS16) und zum anderen für ein Projekt in der Konzeptionsphase vergeben. Für die Preisträger beider Kategorien ist eine wissenschaftliche Hilfskraft für ein Semester à 40 Stunden/ Monat vorgesehen.

Ausführliche Informationen zu Teilnahmebedingungen und dem Bewerbungsprozess finden Sie auf den Seiten des @LLZ.

Bewerben können sich alle Lehrenden der MLU. Zudem können gelungene multimedial gestützte Lehrveranstaltungen von Studierenden sowie von Kollegen und Kolleginnen nominiert werden.
Hier geht es zur Bewerbung bzw. Nominierung.

Bewerbungsschluss ist der 31. Juli 2016.

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Das @LLZ lädt zur 15. Langen Nacht der Wissenschaften der Uni Halle am 1. Juli 2016 ins Melanchthonianum ein und hält ein vielfältiges Mitmachprogramm für alle Interessierten bereit.

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Digitale Lehre und Mee(h)r

 

18.00 bis 23:00 Uhr Mitmachprogramm

 

 

Lehren & Lernen multimedial – digital vernetzte Medien sind mehr als die Nutzung von Computern und Internet. Im Kontext Lehre erleben Sie live den Einsatz von Multitouch, Visualizer und vielem mehr. Entdecken Sie, wie digitale Lehre die Universität der Zukunft gestaltet.

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Prüfen im Pool

 

18.00 bis 23:00 Uhr Mitmachprogramm

 

 

 

E-Assessment ist ein fester Bestandteil moderner Prüfungsverfahren. Der Computerpool wird dabei zum Prüfungsraum. Sie wollen wissen, wie die Prüfungsplattform unserer Universität funktioniert? Testen Sie mit uns online Ihr Wissen!

 

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Vorlesungen im Netz

18.00 bis 23:00 Uhr

 

An der Uni Halle können seit drei Jahren Vorlesungen automatisch aufgezeichnet und live übertragen werden. Die Digitalisierung ermöglicht damit eine spontane Art der Informations- und Wissensaufnahme. Begeben Sie sich mit uns auf eine Reise und erleben Bildungsinhalte unserer Universität.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch im 1. Obergeschoss des Melanchthonianums.

Strategiepapier der KMK zur digitalen Bildung (Kommentar)

Zweifellos – Digitalisierung x.0 ist spätestens seit 2015 in aller Munde. Aber zwischen „man müsste mal“ und „jetzt legen wir los“ (@wilddueck) existieren nicht nur zwischen den Schulen und einzelnen Bundesländern, sondern auch zwischen den Hochschulen weiterhin erhebliche Unterschiede, zumeist in Abhängigkeit der jeweiligen Förderprogrammlage.

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Google Trends: Digitalisierung

Echte Eigenmittel werden noch selten dafür eingesetzt, denn erst langsam wird der strategische Nutzen deutlich. Die Erfahrung zeigt: Sobald technische und strukturelle Infrastrukturen geschaffen werden und ein Lehrender innerhalb eines Fachs positive Erfahrungen sammelt, führt dies zu einer stark wachsenden Nachfrage weiterer Lehrender.

Digitalisierung stellt in der Lehre eine Basisinnovation dar, die tatsächlich völlig neue Lehr- und Lernformen ermöglicht. Elektronische Prüfungen etwa sind die Grundvoraussetzung dafür, dass auf Basis eines konkreten Wissenstandes exakt passende Lernangebote zugeordnet werden können, was den Forderungen nach Personalisierung des Lernens viel mehr entgegen kommt, als es die gegenwärtige individuelle Lernbetreuung im realen Leben vermag. Auch elektronische Vorlesungsaufzeichnungen, von vielen als simple Direktaufzeichnungsvariante wahrgenommen, sind tatsächlich die Voraussetzung für alles weitere, von der Anreicherung dieser Videos mit Zusatzmaterialien, Quizzes und Interaktionen bis hin zur Erstellung von Lerneinheiten und deren Einbindung in adaptive Lernumgebungen. Mit Papier, Stift und vielleicht PowerPoint alleine wird das nicht gelingen.

Der vorliegende Entwurf eines Strategiepapiers der Kultusministerkonferenz zur digitalen Bildung weist den Hochschulen in ungewohnter Deutlichkeit eine Schlüsselrolle im Prozess der Digitalisierung zu, insbesondere mit Blick auf die Lehramtsausbildung. Zwar werden die Vorleistungen der Hochschulen durchaus anerkannt, aber auch die nötige Nachhaltigkeit, Langfristigkeit und damit verbundenen Investitionen angemahnt (S. 3).
Die Forderungen in sechs Handlungsbereichen umfassen alles das, was eLearning-Zentren als Ziele schon seit Jahren verfolgen und was aus Sicht der KMK als endlich wahrzunehmende Chance für eine strategische Integration vorhandenen Knowhows angesehen werden muss.

Aufgaben gibt es viele. So sind zum Beispiel im Bereich der curricularen Entwicklung (S. 13) Modulplaner z.T. noch  nicht in jedem Fall dafür sensibilisiert, dass eine elektronische Prüfung, die rechtliche Voraussetzung hat, auch als Prüfungsform in den Studienunterlagen auch aufgeführt sein muss. Für echte Blended-Learning-Arrangements oder gar didaktische Modelle des Inverted Classrooms fehlen in der Regel verbindliche Akkreditierungserfahrungen, wie diese rechtssicher verankert werden können. Es ließen sich mit der Anerkennung von z.B. extern absolvierten MOOC‘s als Studienleistung neue Impulse setzen. Eine Anerkennung  von erworbenen Badgets anderer Hochschulen , womöglich außerhalb Deutschlands…., die Liste ist lang.

Den Schwerpunkt legen die Kultusminister auf eine gleichzeitige Aus-, Fort- und Weiterbildung aller Lehrenden im Bildungsbereich, um die Digitalisierung als integrativen Bestandteil des Lehrens und Lernens zu verankern (S. 14). Das Hauptziel lautet Integration (auch im Schulalltag), um so allen Lernenden digitale Praxis zu vermitteln und mit ihnen erlebbar zu gestalten. Dahinter steht die simple Erkenntnis, dass sich Medienkompetenz an den Schulen über die Lehramtsstudierenden im Laufe der Jahre zwar quasi von selbst einstellt, aber nur in verantwortungslos langen Zeiträumen. Und daraus folgt: Medienbildung darf für Lernende eben kein Zusatzfach sein, dass man belegen kann oder auch nicht. Im Kern ist Medienkompetenz eine Studienvoraussetzung, die weit über die Fähigkeit der Bedienung eines Smartphones hinausführt.

Die größte Herausforderung für Länder und Hochschulen wird es sein, in relativ kurzer Zeit die dafür notwendigen Qualifizierungs-Ressourcen (inhaltlich, personell, strukturell) bereitzustellen.
Dabei zeigt sich immer wieder, dass technische Investitionen als Grundvoraussetzung im gesamten Digitalisierungsprozess den geringsten Kostenfaktor darstellen – auch wenn es oft bereits daran scheitert. Aber man braucht halt beides, neben der technischen Basissoftware, vernetzten Campus-Management-Systemen und Campus-Connect-Lösungen auch kompetente und leistungsfähige eLearning-Zentren (S. 26).

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Grafik: CC by MindWires

Einen Ausblick auf mögliche künftige Förderprogramme des Bundes liefert das Papier gleich mit: Flexibilisierung und Individualisierung des Studienalltags, Citizen Science, eScience, Big Data und Learning Analytics dürften bei künftigen Ausschreibungen eine Rolle spielen (S. 27). Hinzu kommen vermutlich Förderungen hochschulübergreifender Kooperationen und Vernetzungen, was z.B. die Chancen gemeinsamer Studiengänge der „kleinen Fächer“ erhöht oder diese überhaupt erst ermöglicht.

Das Strategiepapier ist ein großer Wurf und in seiner Dichte für alle Hochschulen endlich ein umfassendes Programm und eine Chance jenseits der Exzellenz-Debatte. Für diese inhaltlichen Ziele die dafür notwendigen Ressourcen bereitzustellen ist eine gemeinsame Aufgabe von Hochschulen, Ländern und Bund, wie das Papier gleich zu Beginn feststellt: „Die Anforderungen in der akademischen Bildung verändern sich allerdings in einer Dynamik, die nicht mehr im Rahmen der laufenden Aufgabenerledigung zu bewältigen ist“.

Kooperationsvereinbarung zu CampusConnect unterzeichnet

Verfasst von  

LogoBereits am 20.05.2016 haben die Kanzler/innen der Hochschulen Sachsen-Anhalts die Kooperationsvereinbarung zum Einsatz von CampusConnect unterzeichnet. Am vergangenen Freitag, den 03.06.2016, hat mit der Universität Leipzig der letzte Kooperationspartner seine Unterschrift geleistet. Damit sind alle technischen und administrativen Bedingungen zum Einsatz von CampusConnect in der Praxis geschaffen.

CampusConnect ist eine Software, die den Zugriff auf E-Learning-Systeme wie Stud.IP, ILIAS oder Moodle zwischen verschiedenen Hochschulen vermittelt. So haben Dozenten die Möglichkeit, per Mausklick Veranstaltungen für Studierende anderer Hochschulen freizugeben und Studierende können freigegebene Veranstaltungen anderer Hochschulen genauso einfach wie die ihrer eigenen Hochschule besuchen. Damit rücken die Hochschulen Mitteldeutschlands – zumindest virtuell – näher aneinander.

Der Ursprung der Entwicklung von CampusConnect liegt in Baden Württemberg an der Uni Stuttgart. An der Einführung in Mitteldeutschland waren seit Anfang 2014 zahlreiche Mitarbeiter/innen aller beteiligten Hochschulen sowohl im administrativen als auch technischen Bereich beteiligt. Koordiniert wurde die Einführung gemeinschaftlich von der AG E-Learning des Verbundprojektes HET LSA sowie vom IT-Servicezentrum der MLU.

Kontakt:

kristina.haase@itz.uni-halle.de

anja.schulz@llz.uni-halle.de