ILIAS Update am 23. Mai

Am 23. Mai 2017 wird die Lernplattform ILIAS sowie die Prüfungsplattform aktualisiert.
An diesem Tag können auf der Lernplattform Inhalte nur abgerufen aber weder verändert noch neu hinzugefügt werden. Die Prüfungsplattform wird nicht erreichbar sein.

Das Update wird in dieser Woche durchgeführt, um die Phase der E-Klausuren durch die Aktualisierungen nicht zu unterbrechen.
Die im System bisher vorhandenen Daten sowie die Logins werden automatisch in das neue System übernommen.

Neben einem neuen Look bietet die neue ILIAS-Version einige weitere Verbesserungen. In unserem LLZ-Wiki haben wir für Sie dazu die wichtigsten Informationen zusammengefasst.
Bitte wenden Sie sich bei Fragen oder Problemen an support@elearning.uni-halle.de!


Our learning management system ILIAS and the electronic testing platform will be updated on May 23rd 2017.
Existing content on the LMS can be read but not edited throughout the whole day. The exam server will not be available all day.
The update will take place during this week to ensure smooth running in the examination periode.
All content and all logins will automatically be transferred to the new system.

Apart from a new look, the new Version of ILIAS will include further improvements. The most important Information can be found in our LLZ-Wiki.
Please contact support@elearning.uni-halle.de for all questions regarding the update!

 

Die Schranken des Urheberrechts für Bildung und Wissenschaft – Podiumsdiskussion zum Regierungsentwurf des UrhWissG

Am 11. Mai 2017 fand an der Martin-Luther-Universität bereits zum vierten Mal die Podiumsdiskussion zu aktuellen Entwicklungen des Urheberrechts statt. Die von Prof. Dr. Malte Stieper und dem Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt organisierte Veranstaltung konzentrierte sich in diesem Jahr auf den von der Regierung vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur Angleichung des Urheberrechts an die aktuellen Erfordernisse der Wissensgesellschaft (UrhWissG), welcher die urheberrechtlichen Schranken für Bildung und Wissenschaft novellieren soll. Besondere Aktualität erlangte die Diskussion vor dem Hintergrund, dass der darauffolgenden Tag der Bundesrat seine Stellungnahme zum UrhWissG abgab.

Es diskutierten Prof. Dr. Malte Stieper (Inhaber der Gundling-Professur für Bürgerliches Recht, Recht des geistigen Eigentums und Wettbewerbsrecht, MLU Halle-Wittenberg), Prof. Dr. Katharina de la Durantaye (Humboldt-Universität zu Berlin), Prof. Dr. Haimo Schack  (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) und Prof. Dr. Eric W. Steinhauer  (Fernuniversität Hagen). Julia Reda (Mitglied des Europäischen Parlaments, Mitglied im Rechtsausschuss, Stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz, Piratenpartei), die die europäische Perspektive in die Diskussion einbrachte, war per Videokonferenz in die Aula im Löwengebäude aus Brüssel zugeschaltet. Frank-Michael Fruhner vom Landesministerium für Justiz und Gleichstellung führte durch die Diskussion.

Prof. Stieper skizzierte in seinem Impulsvortrag die aktuelle Situation hinsichtlich des Bemühens um eine Neuordnung der Schranken des Urheberrechts für Bildung und Wissenschaft. Dabei betonte er, dass es nicht mehr in Frage stünde, ob eine solche Regelung erfolgen müsse, sondern nur noch, wie diese konkret im Gesetz umgesetzt werden können. Im Gespräch war die Umsetzung in Form einer Generalklausel in Anlehnung an die Fair Use-Doktrin des US-amerikanischen Rechts mit einer Ergänzung um Regelbeispiele (so Prof. de la Durantaye in ihrem Gutachten „Allgemeine Bildungs- und Wissenschaftsschranke“). Alternativ wurde diskutiert, konkrete Regelungen einzelner Tatbestände vorzunehmen, die aber um eine technologie- und zukunftsoffene Auffangklausel für mehr Flexibilität ergänzt werden sollten (so z. B. Prof. Schack, Urheberrechtliche Schranken für Bildung und Wissenschaft, ZUM 2016, 216ff.).

Auf EU-Ebene sieht der Entwurf für eine Richtlinie über das Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt nur eine schmal gehaltene Ausnahme für grenzüberschreitenden, digitalen Unterricht vor und spart die Forschung komplett aus. Der Entwurf des UrhWissG geht demgegenüber weiter, enthält jedoch auch inkonsistente Regelungen. Weiterlesen

4. Vergabe der Zertifikate „Multimediale Lehre“

Im Rahmen der vierten Abschlussveranstaltung des Zertifikatprogramms „Multimediale Lehre“ haben in der vergangenen Woche zwei Lehrende, jeweils aus dem naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Bereich, zwei spannende Konzepte für multimedial gestützte Lehrveranstaltungen vorgestellt:

  • Frau Dr. Claudia Ehrhardt stellte am 5. April 2017 ein Lehrveranstaltungskonzept zum Einsatz digitaler Medien im Chemieunterricht vor, welches im aktuellen Semester direkt als Pilotprojekt umgesetzt wird.
  • Frau Jenny Rademann präsentierte ein Konzept für einen Einführungskurs zum Umgang mit der Statistiksoftware SPSS.
Herr Dr. Michael Gerth (Geschäftsführer des @LLZ) gratuliert Frau Jenny Rademann und Frau Dr. Claudia Ehrhardt.

Herr Dr. Michael Gerth (Geschäftsführer des @LLZ) gratuliert Frau Jenny Rademann und Frau Dr. Claudia Ehrhardt.

Die Erstellung und Präsentation eines Konzepts für eine multimedial gestützte Lehrveranstaltung  umfasst insgesamt 18 Arbeitseinheiten des Gesamtumfangs des Zertifikatsprogramms von 85 Arbeitseinheiten. Ziel ist es, damit den Transfer der Inhalte der Zertifikatsveranstaltungen in die eigene Lehre der Teilnehmer zu unterstützen. In der Veranstaltung „Grundlagen multimedialer Lehre“ werden für die Erstellung des Lehrveranstaltungskonzepts wichtige Grundlagen geschaffen. Unter anderem wird darauf eingegangen, welche methodisch-didaktischen Überlegungen notwendig sind, um Online-Angebote gezielt umzusetzen. Dazu werden Leitfragen zur didaktischen Planung sowie Modelle für eine systematische Umsetzung von multimedialen Lernangeboten vorgestellt. Dabei wird gezeigt, wie bedeutsam eine gute Planung bei der Durchführung einer multimedial gestützten Lehrveranstaltung ist.

Einen Überblick über die aktuellen Veranstaltungsangebote des Zertifikatprogramms „Multimediale Lehre“ finden Sie hier.

Alle Veranstaltungen können auch unabhängig vom Erwerb des Gesamtzertifikats besucht werden.

@ward – Preis für multimediales Lehren und Lernen 2017

Ab sofort können sich Lehrende der MLU für den @ward – Preis für multimediales Lehren und Lernen bewerben, der in diesem Jahr zum vierten mal verliehen wird. Dieser Preis soll das besondere Engagement der Lehrenden in der Entwicklung und im Einsatz multimedialer Lehrkonzepte und -methoden fördern und honorieren.

Der @ward wird in zwei Kategorien verliehen. Ein Preis wird für eine durchgeführte multimedial gestützte Lehrveranstaltung aus dem Wintersemester 2016/17 oder Sommersemester 2017 vergeben. Voraussetzung dafür ist die Evaluation der Lehrveranstaltung einschließlich der Zusatzfragen „Digitales bzw. Multimediales Lehr-Lernangebot“ (Anmeldung zur Evaluation erfolgt über StudIP). Der zweite Preis wird für ein Projekt in der Konzeptionsphase vergeben.

Für die Preisträger beider Kategorien ist eine wissenschaftliche Hilfskraft für ein Semester à 40 Stunden/Monat vorgesehen.

Ausführliche Informationen zu Teilnahmebedingungen und dem Bewerbungsprozess finden Sie auf den Seiten des @LLZ.

Bewerben können sich alle Lehrenden der MLU. Zudem können gelungene multimedial gestützte Lehrveranstaltungen von Studierenden sowie von Kollegen und Kolleginnen nominiert werden.
Hier geht es zur Bewerbung bzw. Nominierung.

Bewerbungsschluss ist der 31. Juli 2017.

Jahrestagung LLZ@2017 – Moderne Lehre gestalten

Unter dem Titel „Moderne Lehre gestalten – Anwenden – Motivieren – Vernetzen“ lädt das Zentrum für multimediales Lehren und Lernen (@LLZ)  am Montag, dem 20. März 2017 Lehrende, Interessierte und Forschende zu unserer Jahrestagung ein.

Neben einem Jahresrückblick und dem Überblick zu den Zielen und Perspektiven des Forschungsbereiches liegt der Fokus der fünften Jahrestagung des @LLZ auf den Themen der zweiten Förderperiode.

Professor Dr. Christoph Igel wird in seiner Keynote einen Einstieg in das Thema „Smart Universities: intelligent, adaptiv, multimodal Studium und Lehre vor der zweiten Digitalisierungswelle“ geben. Als wissenschaftlicher Leiter des Educational Technology Lab des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) unterstützt Professor Igel Projekte insbesondere in Hinblick auf Qualifizierung und Bildung in Zeiten von Industrie 4.0 und Internet der Dinge.

Im Anschluss wollen wir die Themenschwerpunkte der zweiten Förderperiode

  • Adaptive Lernumgebungen
  • Mobiles Lehren und Lernen
  • Active Learning Environments

detaillierter vorstellen, in kleineren Arbeitsgruppen diskutieren und gemeinsam erste Umsetzungsideen entwickeln.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Die Tagung Moderne Lehre gestalten 2017 findet im  Deutschen Saal der Franckeschen Stiftungen, Franckeplatz 1, Haus 7 statt.

Programm zur Tagung

Zur Anmeldung und weiteren Informationen

Veranstaltungstipp: Hochschuldidaktische Wochen an der HS Magdeburg-Stendal

Das Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung (ZHH) an
der Hochschule Magdeburg-Stendal bietet auch in diesem März wieder
Hochschuldidaktische Wochen an. Sie finden vom 20. bis 31. März 2017 statt.

Durch Klick auf das Bild öffnet sich das Programm der Hochschuldidaktischen Wochen als PDF.

Lehrende der Hochschulen im Verbund HET LSA können, wie gehabt, im Rahmen der
Regelung für die Vergabe von Restplätzen an den Angeboten teilnehmen. Darüber hinaus können die Veranstaltungen zum Themenbereich E-Learning (Moodle-Schulung, E-Prüfungen, Online-Lehre und Meetings mit Adobe Connect, Podcasts für Lehre und Studium sowie Rechtliche Fragestellungen im E-Learning) im Rahmen des Zertifikats „Multimediale Lehre“ anerkannt werden.

Weitere Informationen, z. B. zu den ReferentInnen und zur Anmeldung, erhalten Sie hier.

Registrierung für die Netzwerkarbeit der landesweiten AG E-Learning

Ein wichtiges Anliegen des Verbundprojektes HET LSA an der MLU ist die fach- und hochschulübergreifende Vernetzung von E-Learning-Akteuren. Deshalb wurde bereits im Mai 2013 eine AG E-Learning gegründet.

In seiner vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2020 laufenden zweiten Förderphase zielt das Teilprojekt der MLU darauf ab, die Weiterentwicklung und nachhaltige Implementierung multimedial unterstützten Lehrens und Lernens an den Verbundhochschulen fortzuführen und zu intensivieren sowie die aufgebauten Kooperationen zu festigen.

Dazu soll das entstandene landesweite Netzwerk von E-Learning-Akteuren erweitert und etabliert werden, die hochschulübergreifende Entwicklung sowie der Transfer inhaltlicher und technischer Lösungen (z. B. ARSnova, CampusConnect) fortgesetzt und der Erfahrungsaustausch zwischen Lehrenden und MitarbeiterInnen zentraler Einrichtungen verstetigt werden (z. B. Kompetenzzirkel „elektronisch Üben, Testen und Prüfen“, Verbundbroschüre „Damit das Studium für alle passt“).

Sofern Sie die Netzwerkarbeit der AG E-Learning unterstützen möchten, können Sie sich über unser Kontaktformular registrieren. Anschließend werden Ihnen in unregelmäßigen Abständen aktuelle Informationen (bspw. Blogbeiträge), Einladungen zu Webinaren oder sonstigen Veranstaltungen übersandt. Wir würden uns sehr freuen, Sie in unserem Netzwerk willkommen zu heißen!

TOEFL® Vorbereitungskurs – Veranstaltungsankündigung

Bereiten Sie sich gerade für den Englischtest TOEFL® vor? Oder: Möchten Sie zukünftig den TOEFL® Test erfolgreich bestehen? Wenn ja, dann könnte die folgende Information für Sie von Interesse sein.

Heute startet ein kostenloser TOEFL® Online-Vorbereitungskurs auf der Plattform edX. Es handelt sich um einen s.g. MOOC (Massive Open Online Course) die kostenlos und für jeden frei zugänglich ist.

Der Kurs dauert sechs Wochen und fordert eine wöchentliche Lernzeit von 2-4 Stunden. Er wird von der Institution ETSx durchgeführt, welche den TOEFL® Test auch ausrichtet.

Instructional Designer an deutschen Hochschulen?

Am 1. Dezember 2016 bilanzierte in Berlin die Abschlusskonferenz des Hochschulforums Digitalisierung mit zahlreichen Diskussionen, Workshops und Präsentationen die Arbeit der vergangenen drei Jahre. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Politik und der Hochschulen waren sich darin einig, dass die Potenziale digitaler Bildung flächendeckend erst genutzt werden können, wenn Veränderungsprozesse auf hochschulstrategischer Ebene angestoßen werden.

Eine grundlegende Erkenntnis lautet: „Ohne zentrale Entscheidungen bezüglich Infrastruktur, Organisationskultur und Personalentwicklung wird gute digitale Lehre nur in begrenzten Subsystemen stattfinden.“ (Hochschulforum Digitalisierung, 2016: 31). Speziell der Zuschnitt von Personalstrukturen an den Hochschulen hat Jörg Dräger in einem Tweet hervorgehoben. Dieses Thema soll auch im Fokus dieses Blogbeitrags stehen.

Die Integration digitaler Medien in die Lehre verlangt von vielen Lehrenden zusätzlich zur täglichen Arbeitsbelastung einen nicht unerheblichen Aufwand. Um Lehrende bei der Planung und Umsetzung der Lehre zu unterstützen, wird immer öfter das Berufsbild des Instructional Designer genannt. Aber was verstehen wir darunter?

Willox et al. formulieren die Aufgaben von Instructional Designern sehr weitgehend: „An instructional designer is a „creative professional who helps build bridges between elds of education and develops additional infrastructure to help teachers teach and students learn.“ (2016).

International gesehen ist das Aufgabengebiet der Instructional Designer eher uneinheitlich ausgeprägt. Das Forschungsinstitut Intentional Futures (2016) führte eine Studie mit 780 Personen durch, die an Hochschulen (schwerpunktmäßig USA) die Aufgaben eines Instructional Designers übernehmen. Dabei zeichnete sich ab, dass Konsens weder bezüglich der Bezeichnung des Stellen- noch des Tätigkeitsprofils existiert. 49% der Befragten gaben an, unter der Berufsbezeichnung „Instructional Designer“ zu arbeiten. Andere Bezeichnungen waren Instructional Technologist, Distance Education Specialist, Academic Developer und Online Learning Consultant. In der Literatur lassen sich noch weitere Bezeichnungen finden wie Educational Technologist (GB), Learning/Educational Designers (Australien) (vgl. Obexer & Giardina, 2016) oder Learning Engineers (USA) (Willcox et Al. 2016).

Auch übergeordnete Begriffe sind keineswegs eindeutig. So kamen Mayrberger, K. & Kumar (2014) zur Frage, ob die Bezeichnung „Mediendidaktik“ das Pendant zum englischen Educational Designer ist, zu dem Schluss, dass es keine eindeutige Übereinstimmung der deutschen und englischen Fachbegriffe gebe.

Dabei beschäftigen sich Wissenschaftler schon länger mit der Frage, welche Aufgaben Instructional Designer an einer Hochschule zugeordnet werden können. Obexer & Giardina (2016) haben nach einer umfangreichen Recherche mögliche Handlungsfelder für Instructional Designer an den Hochschulen identifiziert (s. Grafik). Die Tätigkeitsfelder sind sehr umfangreich und gehen mit unterschiedlichen Anforderungen einher (Intentional Futures, 2016).

„Roles of a Learning Designer” by Regina Obexer & Natasha Giardina / CC BY-NC-ND 4.0

Auch Jörg Dräger erklärt im folgenden Video, welche konkreten Tätigkeitsfelder daraus für Instructional Designer an den Hochschulen entstehen könnten.

Intentional Futures (2016) schätzt die Zahl der Instructional Designer an US-Hochschulen auf 13.000. Vergleichbare Daten fehlen für deutsche Hochschulen, dennoch werden zur Begleitung der Digitalisierung an Hochschulen (wenn auch so nicht benannt) Instructional Designer beschäftigt. Im Rahmen einer Recherche unter den Qualitätspakt-Lehre-Projekten lassen sich 89 Einträge finden, die E-Learning/Blended-Learning als Schwerpunkt der Maßnahmen haben. Zusätzlich beschäftigen E-Learning- und hochschuldidaktische Einrichtungen wissenschaftliche Mitarbeiter mit dem Profil eines Instructional Designers. Es mangelt allerdings an Sichtbarkeit und Bekanntmachung dieses Tätigkeitsprofils.

Während international Instructional Designer in Verbänden wie the Association for Learning Technology (ALT) (UK) oder ISTE (USA) vernetzt sind, beschränken sich deren Aktivitäten in Deutschland vorrangig auf die 2013 gegründete AG Digitale Medien und Hochschuldidaktik der DGHD, in der sich Instructional Designer regelmäßig austauschen und vernetzen können. Dennoch lässt sich kein umfassender Austausch wie in diesem Beispiel finden.

Auch die Frage nach der Qualifikation der Instructional Designer an deutschen Hochschulen deutet auf noch viel Entwicklungspotential hin. Hervorzuheben sind beispielsweise die Masterstudiengänge an der PH Heidelberg oder der Universität Duisburg-Essen, aber Fortbildungsmaßnahmen für Berufstätige fehlen weitgehend. Immerhin wurden erste Konzepte für die Professionalisierung der E-Learning-Berater beim Einsatz digitaler Medien in der Hochschulehre (Tjettmers et al., 20114) publiziert.

Das Hochschulforum Digitalisierung empfiehlt, nicht zuletzt in seinem Abschlussbericht 2016 „The digital Turn“, Veränderungsprozesse auf hochschulstrategischer Ebene anzustoßen. Einer der Aspekte bezieht sich auf den Aufbau von Strukturen für unterstützendes Personal: „Zur Professionalisierung der Hochschuldidaktik mit digitalen Medien braucht es beispielsweise Instruktionsdesigner, um die Lehrenden zu unterstützen und Lehrveranstaltungen und Curricula weiterzuentwickeln beziehungsweise erfolgreich umzusetzen.“ (2016: 132). Hochschulen wird empfohlen ihre Stellenpläne dementsprechend zu erweitern und entsprechende neue Personalkategorien zu schaffen (vgl. Hochschulforum Digitalisierung (2016).

Zusammenfassend ist also festzustellen, dass sich die Tätigkeit eines Instructional Designers in Deutschland offenbar erst jetzt zu profilieren beginnt. Auch bei der Erforschung verschiedener Ansätze und Strukturen rund um Instructional Designers an den Hochschulen bleibt noch viel zu tun. So gilt es im Forschungsbereich Studien zur Erfassung der Aufgaben, der Arbeitsweise und der Erfahrungen von Instructional Designer an deutschen Hochschulen durchzuführen. Perspektivisch müssten sich Standards für die beruflichen Qualifikationen sowie der Ausbau an Vernetzungsstrukturen etablieren.

Quellen

Hochschulforum Digitalisierung (2016). The Digital Turn – Hochschulbildung im digitalen Zeitalter. Arbeitspapier Nr. 27. Berlin: Hochschulforum Digitalisierung. (Verfügbar unter: https://hochschulforumdigitalisierung.de/de/abschlussbericht (06.12.2016)

Hopkins, D. (Hrsg.) (2015). The Really Useful #EdTech Book. CreateSpace Independent Publishing Platform. Verfügbar unter http://www.dontwasteyourtime.co.uk/wp-content/uploads/2015/03/The-Really-Useful-EdTechBook.pdf (06.12.2016)

Intentional Futures (2016). Instructional Design in Higher Education. A Report on the Role, Workflow, and Experince of Instructional Designers. Verfügbar unter http://intentionalfutures.com/reports/instructional_design/ (06.12.2016)

Mayrberger, K. & Kumar, S. (2014). Mediendidaktik und Educational Technology: Zwei Perspektiven auf die Gestaltung von Lernumgebungen mit digitalen Medien. IN: K. Rummler (Hrsg.), Lernräume gestalten – Bildungskontexte vielfältig denken. Münster: Waxmann. S.44-55.

Obexer, R und Giardina, N. (2016). What is a Learning Designer? Support roles and structures for collaborative E-Learning implementation. IN: Wachtler, J.; Ebner, M.; Gröblinger, O.; Kopp, M.; Bratengeyer, E.; Steinbacher, H.-P.; Freisleben-Teutscher, C.; Kapper (Hrsg). Digitale Medien: Zusammenarbeit in der Bildung. Medien in der Wissenschaft, 71. Waxmann: Münster. S. 137-146

Tjettmers, S., Grüter, M., Krüger, M., Steffen, R., Dräger, S., Rhein, R., Bott, O. (2014). Professionalisierung der Beratung zum Einsatz digitaler Medien in der Lehre: Das Weiterbildungskonzept „Hochschuldidaktische Beratung“. IN: O. Zawacki-Richter, D. Kergel, N. Kleinefeld, P. Muckel, J. Stöter, K. Brinkmann (Hrsg.), Teaching Trends 2014. Offen für neue Wege: Digitale Medien in der Hochschule. Münster: Waxmann. S. 249-263.

Willcox, E. Karen & Sarma, Sanjay & Lippel, H. Philip (2016). Online Education: A Catalyst for Higher Education Reforms. Final Report April 2016. Verfügbar unter https://oepi.mit.edu/files/2016/09/MIT-Online-Education-Policy-Initiative-April-2016.pdf (06.12.2016)

 

Grafik: “Roles of a Learning Designer” by Regina Obexer & Natasha Giardina / CC BY-NC-ND 4.0

 

Dieser Blogbeitrag wurde ursprünglich auf der Seite des Hochschulforum Digitalisierung veröffentlicht. 

 

Treffen der Anwendergruppe „ILIAS-Nord“ an der MLU

Anfang Dezember 2016 fand an der MLU ein gemeinsames Arbeitstreffen der Anwendergruppe ILIAS-Nord statt.

Im Zentrum der Anwendergruppe ILIAS-Nord steht der gegenseitige Erfahrungsaustausch über die Nutzung von ILIAS, u.a. in Bezug auf Einsatzszenarien in verschiedenen Bildungskontexten oder technischen Weiterentwicklungen. Es finden zwei Treffen pro Jahr an wechselnden Orten statt. Vertreten sind Anwender aus Schulen, Hochschulen, Bildungseinrichtungen, Unternehmen und öffentlicher Verwaltung aus ganz Nord- und Ostdeutschland.

Zum Treffen in Halle waren neben hochschulinternen Kollegen des ITZ und LLZ auch Gäste aus Köln, Bremen, Hannover, Nordhausen, Göttingen und weitere Akteure aus Bildungseinrichtungen in Nord- und Mitteldeutschland vor Ort. Im Mittelpunkt des Treffens in Halle standen u.a. aktuelle Entwicklungsvorhaben von ILIAS. Dazu hat der Geschäftsführer des Vereins ILIAS open source e-Learning e.V einen Einblick in einige geplante Feautures für ILIAS 5.3 gegeben. Ein Überblick dazu und die Möglichkeit eigene Entwicklungswünsche einzubringen sind im Feauture-Wiki zu finden.

Weitere Themen, die vor Ort mit den Kollegen gemeinsam diskutiert wurden, waren neben den Änderungen des Vertrags mit VG WORT bzgl. §52a UrhG auch Anforderungen und Entwicklungen zur Schnittstelle zwischen Stud.IP und ILIAS. Um diesen ersten Austausch weiter fortzusetzen und den Übergang zwischen beiden Systemen für die Nutzer zu erleichtern ist voraussichtlich für März 2017 ein gemeinsamer Workshop mit Teilnehmern aus verschiedenen Hochschulen, die beide Systeme einsetzen, geplant.